Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Mord im Orientexpress

Mord im Orientexpress

Topbesetzte Neuverfilmung des Agatha-Christie-Krimis über einen Mord im eingeschneiten Orientexpress.

Mord im Orientexpress

Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Quelle: Twentieth Century Fox

Murder on the Orient Express
USA, GB 2017

Regie: Kenneth Branagh
Mit: Michelle Pfeiffer, Penélope Cruz, Judi Dench, Johnny Depp, Kenneth Branagh

114 Min. - ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
09.11.2017
  • Dorothee Hermann

Schon der überdimensionierte Schnauzbart ist so offensichtlich falsch, dass man sich sofort fragt, was den britisch-irischen Schauspieler und Regisseur Kenneth Branagh dazu gebracht hat, ausgerechnet in die Rolle von Agatha Christies Meisterdetektiv Hercule Poirot zu schlüpfen.

Vor allem durch seine Shakespeare-Verfilmungen bekannt, schwingt sich Branagh in der Rolle von Miss Marples männlichem Gegenstück an Bord des Orient-Express. Und schon breitet sich ein auf Leinwandgröße gebrachtes Coffee-Table-Book vor einem aus, eine Art Bilderbuch aus der Glanzzeit des Luxustourismus. Sogar die Croissants auf dem silbernen Frühstückstablett müssen als Schauwert herhalten. Diese Kulissenhaftigkeit wird der Film nie los, obwohl Stars wie wie Michelle Pfeiffer, Willem Dafoe, Judi Dench, Penélope Cruz und Johnny Depp mit von der Partie sind.

Wenn die dampfgetriebenen Luxuswaggons durch die dramatisch-düstere, tief verschneite Gebirgslandschaft rollen, dürften zumindest Eisenbahn-Nostalgiker ganz große Augen machen. Man befindet sich im Jahr 1934, wobei alle derart kostümiert wirken, als hätten sie noch eine große Portion 19. Jahrhundert abbekommen.

Auch der aufgesetzte französische Akzent Poirots (er ist Belgier) in der deutschen Synchronfassung erinnert einen permanent an die Künstlichkeit des Settings. Genau deshalb nimmt man Branaghs Detektiv auch das moralische Dilemma nicht ab, das angeblich bleischwer auf ihm lastet – und ihn (und den Zuschauer) daran hindert, einfach seine kombinatorischen Fähigkeiten auszukosten und sich mit der Lösung des Rätsels zufrieden zu geben. Vollends ratlos machen Bemerkungen über „Rassen“ oder über ein angeblich aufgrund eines „jüdischen“ Namens gewähltes Pseudonym.

Der verspielt-ironische Schwung, der Wes Anderson Retro-Komödie „Grand Budapest Hotel“ so unwiderstehlich machte, geht diesem aufgemotzten Remake eines Krimiklassikers leider völlig ab.

Vermutlich als Weihnachtsfilm für die ganze Familie konzipiert. Ist aber nur etwas für Eisenbahn-Nostalgiker.

Spielplan
Tübingen , Museum
Mo,
20.11
15:30
20:00
Di,
21.11
15:30
17:45
20:00
Mi,
22.11
20:30
Reutlingen , Cineplex Planie
Mo,
20.11
17:45
20:30
Di,
21.11
17:45
20:30
Mi,
22.11
17:45
Reutlingen , Cineplex Planie
Mo,
20.11
18:00
OF
Mi,
22.11
20:30
OF
Hechingen , Schwanenkino
Mo,
20.11
17:00
20:00
Di,
21.11
17:00
20:00
Mi,
22.11
17:00
20:00

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

09.11.2017, 10:30 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Mord im Orientexpress





Wir bitten Sie, sachlich zu diskutieren und respektvoll miteinander umzugehen. Bitte kommentieren Sie mit Klarnamen und verzichten Sie auf externe Links. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen und Nutzer zu sperren. Genauere Regeln fürs Kommentieren finden Sie in unserer Netiquette .

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

 
Aus der Filmregion
Neueste Artikel
Mehr Besucher, interessante Diskussionen, zufriedene Gäste Französische Filmtage · Festival mit Happy End
Ulla Steuernagel über die Französischen Filmtage Ein Festival mit Atmo und Debatten
Französische Filmtage Mit dem Kopf woanders
Zuletzt kommentiert
… „ES“ ist ein Kinderfilm für Erwachsene, denn die Helden sind allesamt angehende Teens. Es sind Pubertierende mit all ihren Nöten aus körperlichen Defiziten, großkotzigen Bullies, die die Stadt zu „ihrer“ Stadt erklären, übergriffigen Eltern und vor allem mit einem uralten Schrecken, der der Stadt schon bei der Gründung eingeschrieben wurde: Pennywise. Das alles kommt so fein austariert und bis ins letzte Detail stimmig umgesetzt daher, dass die Kinder dem empfindsamen Zuschauer recht bald ans Herz wachsen, Kinder einer Zeit und Kultur, in der der Horror für Stephen King noch aus dem Kleinstädtischen erwuchs. „ES“ spart nicht an einigen krassen Effekten, ist aber in seinen besten Momenten (und die sind beileibe nicht rar) dort am stärksten, wo es um das scheinbar Nebensächliche und Beiläufige geht: Wenn der Vater von Beverly seiner Tochter etwas zu lange über das Haar streicht, wenn der dicke Ben in der Bibliothek recherchiert und im Hintergrund die Bibliothekarin nicht weicht, wenn Stanley in der Synagoge ein Bild betrachtet und es irgendwann zurückschaut ….. das sind nur ein paar der vielen Szenen, bei denen es / „ES“ dich beklemmend schaudern macht. Chapeau.
Peter Dorn über Es
Aus der Filmwelt
Neueste Artikel
Neue Trailer
Neueste
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram

Kino Suche im Bereich
nach Begriff

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular