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Monsieur Claude und seine Töchter

Monsieur Claude und seine Töchter

Französische Multikulti-Komödie um vier Töchter, die partout nicht nach den elterlichen Vorstellungen heiraten.

Jetzt im Kino: Er will doch nur einen rassereinen Schwiegersohn - „Monsieur Claude und seine

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Jetzt im Kino: Er will doch nur einen rassereinen Schwiegersohn - „Monsieur Claude und seine Töchter“ --

01:55 min

Qu'est-ce qu'on a fait au Bon Dieu?
Frankreich

Regie: Philippe de Chauveron
Mit: Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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07.07.2014
  • von Klaus-Peter Eichele

Mit jeder Hochzeit seiner Töchter wird das Lächeln des Herrn Claude (Christian Clavier) ein bisschen säuerlicher. Denn statt rassereiner Franzosen, wie der Patriarch sich das ausgemalt hat, führen die jungen Frauen der Reihe nach andersartiges Volk vor den Traualtar: einen Araber, einen Juden und einen Chinesen. Zwar will sich der Bourgeois keinesfalls einen Fremdenfeind schimpfen lassen – dass ihm eingeborene Schwiegersöhne lieber wären, wird man ja aber wohl noch sagen dürfen. Zumal sich die Angetrauten auch untereinander garstig anpöbeln – „Gadaffi“, „Netanjahu“ und „Bruce Lee“ sind noch die harmloseren Schmähwörter, die sie sich um die Ohren hauen.

Nachdem sich die Streithähne um des Familienfriedens willen verbale Zurückhaltung auferlegt haben, kommt neues Ungemach: Töchterchen Nummer vier präsentiert als Zukünftigen einen Schwarzafrikaner – und stürzt den Herrn Papa damit endgültig in die Krise.

Erschrecken oder empören soll derlei Borniertheit den Zuschauer allerdings nicht. Schließlich ist „Monsieur Claude“ eine Komödie, noch dazu die in Frankreich kassenstärkste seit „Ziemlich beste Freunde“. Der Erfolg hängt sicher damit zusammen, dass Regisseur Philippe de Chauveron nicht den Hass des Front National oder arabischer Antisemiten thematisiert, sondern den – aus seiner Sicht – eher amüsanten als skandalösen Salonrassismus der gehobenen Kreise. Ein paar gepflegte Ressentiments verleihen den Zusammenleben doch erheblich mehr Pfiff als diese verkrampfte politische Korrektheit, so der Tenor. Tatsächlich lässt sich über das Sperrfeuer wechselseitiger Vorurteile und Bosheiten anfangs noch gut schmunzeln. Später verpasst der Regisseur allerdings jede Gelegenheit, auch mal ein ernstes Wort zu reden. Wer den Bräutigam seiner Tochter ablehnt, bloß weil dieser dunkelhäutig ist, kann beim besten Willen nicht mehr als sympathisch schräger Vogel durchgehen. Um am Ende die Kurve zum Eiapopeia zu kriegen, muss sogar das dümmste aller Filmklischees, die Versöhnung per Männerbesäufnis, aus der Komödienstadl-Kiste gekramt werden.

Das bisschen Rassismus ist doch lustig. Aber wirklich einen ganzen Film lang?

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07.07.2014, 12:00 Uhr | geändert: 04.02.2015, 12:00 Uhr

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12.09.2014

12:00 Uhr

Strolch schrieb:

Geniale Leichtigkeit des Seins im Umgang mit Vorurteilen. Selbst beim Mohrenkopf wird die Relativität geerdet! Viel besser als bei manchem Tübinger just vor einiger Zeit...



16.08.2014

12:00 Uhr

Lisa schrieb:

Der Film hat mir sehr gut gefallen. Er spielt auf eine leichte und witzige Art mit bekannten Vorurteilen verschiedener Nationen untereinander. Sehr humorvoll.
Ich würde sofort wieder reingehen.



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