Volleyball-Bundesliga

Mit gemischten Gefühlen

Von vm

Beim TV Rottenburg herrscht vor demAuftakt heute gegen die Netzhoppers KW gedämpfte Stimmung.

202 Tage sind seit dem letzten Pflichtspiel des TV Rottenburg inzwischen vergangen. Ende März siegte der TVR im entscheidenden Playdown-Spiel gegen Solingen – und sicherte sich den Klassenverbleib. Heute Abend (19.30 Uhr) startet nun die neue Saison gegen die Netzhoppers KW Bestensee. Eigentlich ein Termin, auf den sich die Rottenburger nach der langen Sommerpause freuen könnten.

Doch TVR-Manager Philipp Vollmer beschreibt seine Gefühlslage so: „Gemischt. Es ist superschwierig. Wir hatten eine scheiß Vorbereitung mit vielen Dingen, die nicht so liefen, wie wir uns das gewünscht hatten.“ Es gab Krankheiten und Verletzungen, zuletzt der dreifache Bänderriss im Sprunggelenk von Mittelblocker Friederich Nagel. Für ihn wird Youngster Paul Henning spielen. Sollten er oder Lars Wilmsen während des Spiels ausfallen, müsste ein nicht-gelernter Mittelblocker die Position übernehmen. „Wenn’s brennt, muss das jemand anderes spielen“, sagt TVR-Manager Vollmer. Denn einen Nachwuchs-Mittelblocker aus dem Regionalligateam kann der TVR aus regeltechnischen Gründen nicht einsetzen.

Ob der TVR einen Ersatz für Nagel verpflichtet, ist noch offen. „Wir haben gesagt, wir schauen uns jetzt mal das erste Spiel an“, sagt Vollmer. Der Heilungsprozess bei Nagel verläuft soweit gut und er kann demnächst die Krücken weglassen. Eventuell ist er in drei Wochen wieder fit. Da kommendes Wochenende spielfrei ist für den TVR, wäre die Zeit wohl so überbrückbar.

Mit den Netzhoppers kommt heute gleich ein Gegner, mit dem Rottenburg wohl um die hinteren Playoff-Plätze konkurrieren wird. Wie bei Rottenburg ist auch bei den Netzhoppers der Trainer eine feste Konstante: Mirko Culic geht in seine zehnte Saison. Und KW hat – wie Rottenburg – den Großteil seines Kader gehalten. Auch den 280-fachen deutschen Nationalspieler Björn Andrea (Außen), der im Vorjahr zwar immer wieder wegen Knieproblemen fehlte, jedoch auch in zehn Spielen zum besten Spieler bei den Netzhoppers gewählt wurde. Damit war er zugleich der „Most Valuable Player“ der gesamten Liga. Neu ist der Zuspieler: Für den US-Amerikaner Taylor Hammond kam der Kanadier Luke Herr.

Auch bei der Frage, wie viele Zuschauer er in der Tübinger Paul-Horn-Arena erwartet, sagt TVR-Manager Vollmer: „Das ist superschwierig. Ich wünsche mir immer die 2000. Aber ich hoffe einfach auf eine gut gefüllte Halle.“ 750 Dauerkarten gingen wie in der Vorsaison raus. Sven Metzger, der seineKarriere vor der Saison beendet hat, bekommt in der 10-Minuten-Pause eine offizielle Verabschiedung mit Grußbotschaften von Fans auf der LED-Bande.


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14.10.2017 - 01:00 Uhr