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Mit 13 Jahren schon ein Star
Millie Bobby Brown modelt auch schon für Calvin Klein. Foto: afp
Showbusiness

Mit 13 Jahren schon ein Star

Eigentlich ist Millie Bobby Brown noch ein Teenie. Doch die Britin, die in der Erfolgsserie „Stranger Things“ mitspielt, erobert Hollywood im Sturm.

16.11.2017
  • JOCHEN WITTMANN

Los Angeles. Besser kann es gar nicht laufen für Millie Bobby Brown. Die dreizehnjährige Britin erobert zur Zeit Hollywood im Sturm. Millie spielt in der Netflix-Serie „Stranger Things“ die elfenhafte Eleven, ein Mädchen mit paranormalen Fähigkeiten. Ihr Auftritt in der Mystery-Horror-Serie machte sie, befand ein Branchenmagazin, „zum wohl größten Kinder-Star auf dem Planeten im Moment“. Die Zeitschrift „Time“ nahm sie in die Liste der „30 einflussreichsten Teenager“ 2017 auf. Nicht nur als Schauspielerin, auch als Mode-Ikone für Calvin Klein und andere Marken tritt Millie Bobby Brown in Erscheinung. Besorgte Stimmen werden laut, ob da nicht ein Kind zu schnell erwachsen wird.

Ihren Erfolg hat Millie nicht guten Beziehungen zu verdanken, sondern ihrem Talent und schließlich einem Quäntchen Glück. Ihre Geschichte ist eine klassische Tellerwäscher-Story: von ganz unten an die Spitze, vom englischen Seebad Bournemouth in die amerikanische Traumfabrik Hollywood. Schon auf der Grundschule in Bournemouth, da war sie fünf Jahre alt, liebte sie es, auf der Bühne zu stehen. „Sie war glücklich“, erinnerte sich ihre Lehrerin Gemma Hill, „vor einem Publikum von 450 Leuten zu singen. Sie hatte schon immer dieses natürliche Selbstvertrauen. Man konnte sehen, dass sie die Qualität, die Ambition und den Antrieb hatte.“

Als Millie acht Jahre alt war, zog die Familie in die USA um. Ihr Vater versuchte, in Florida ein Unternehmen für Zahnaufhellung aufzubauen, aber er hatte wenig Erfolg. Millie begann, Schauspielstunden zu nehmen und wurde schnell als Talent entdeckt. Ihre Schauspielagentin Melanie Green empfahl ihr, nach Los Angeles umzusiedeln um dort ihre Karriere aufzubauen. Green lieh der Familie sogar das Geld für den Umzug. Doch in Hollywood liefe es nicht gut. Millie bekam nur Nebenrollen angeboten. „Es gab Zeiten“, sagte Millie, „da wussten wir nicht, ob wir uns leisten konnten, Essen zu kaufen oder die Miete zu zahlen. Es gab viel Tränen.“

Als ihre älteste Schwester Paige vom Leben in Amerika genug hatte, wurde es Zeit für die Familie, sich der Realität zu stellen. 2015 musste man die Niederlage eingestehen: aus der Traum. Man zog wieder zurück nach England und kam bei einer Tante unter. Millies Tiefpunkt schien erreicht, als eine Casting-Agentur ihr bescheinigte, „dass ich zu reif und erwachsen wäre. Das brachte mich zum Heulen.“ Aber: Am gleichen Tag sprach sie für „Stranger Things“ vor, und bekam ein Angebot für eine Hauptrolle.

Binnen weniger Wochen reiste die Famile erneut in die USA, und Millie begann mit den Dreharbeiten für die Serie, die ihr Leben umkrempeln würde. Für ihre Interpretation der Rolle des Mädchens Eleven bekam sie höchstes Lob. Millie Bobby Brown, urteilte die Branchen-Bibel „Variety“, habe „die Art von Präsenz, für die andere Schauspieler eine Lebenszeit brauchen, um sie zu erlangen. Sie steht davor, in vielen Projekten mitzumachen.“

Womit man Recht hatte. Im neuen „Godzilla: King of Monsters“ wird die Britin mitspielen, und eine Rolle für den neuen „Narnia“-Film hat sie ebenfalls angeboten bekommen. Abgesehen von dem Geld, das sie beim Schauspielen verdient, kommen auch noch ein paar Millionen für Werbeverträge für Calvin Klein und den Sportschuhhersteller Converse herein. Auf rund 6,5 Millionen Dollar wird ihr derzeitiges Vermögen geschätzt. Da muss sich die Familie keine Sorge mehr um die Miete machen.

Kritik am kometenhaften Aufstieg der jungen Darstellerin gibt es allerdings auch. Sie verliere ihre Kindheit und werde womöglich verheizt, hieß es, als Millies erwachsen gestyltes Konterfei in Magazinen wie „Variety“ oder „InStyle“ zu sehen war. Und der erste Kuss ihres Lebens war keine Privatsache. „Es war wirklich seltsam“, erinnert sie sich, als sie ihren Kollegen Finn Wolfhard in „Stranger Things“ vor laufender Kamera und rund 250 Mitarbeitern knutschte. „Es war immerhin mein erster Kuss. Aber danach dachte ich: Wow, das hat Sinn für die Handlung der Geschichte.“

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16.11.2017, 06:00 Uhr
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