Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Stuttgart

Ministerin will mehr Kontrollen im Rotlichtmilieu

Das Prostitutionsgesetz von 2002 hat die Erwartungen nicht erfüllt, sagt Sozialministerin Altpeter. Die SPD-Politikerin pocht auf Nachbesserungen.

04.03.2013
  • von LSW

Stuttgart Menschenhandel und Zwangsprostitution sind nach Einschätzung von Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) im Rotlichtmilieu weiter stark verbreitet. Diese Zwischenbilanz zog Altpeter elf Jahre nach Einführung des Prostitutionsgesetzes in einer Antwort auf eine Anfrage der Landtags-CDU. Das Gesetz hat die Bekämpfung der Kriminalität in Rotlichtvierteln sogar erschwert, sagt Altpeter. Die Abhängigkeit der Prostituierten von Bordellbesitzern und Freiern bleibe ein Problem. "Das Gesetz hat nicht alle Erwartungen erfüllt", sagte ein Ministeriumssprecher. Die Armutsprostitution aus Osteuropa habe zugenommen. "Die Frauen werden jünger und bieten ihre Dienste immer preiswerter an." Offizielle Zahlen dazu gebe es jedoch nicht.

Der Landtagsanfrage zufolge hat sich auch die rechtliche und soziale Situation von Prostituierten nicht verbessert. Nur eine verschwindend geringe Anzahl sei sozial- und krankenversichert. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass viele der Frauen bei den Ämtern eine andere Tätigkeit angegeben haben und somit nicht in der entsprechende Berufsgruppe registriert wurden.

Prostituierte sind seit der Gesetzesänderung nicht mehr dazu verpflichtet, sich regelmäßig von einem Arzt untersuchen zu lassen. Wegen sexuell leicht übertragbaren Krankheiten wie Aids ist diese Auflockerung nach Angaben des Sozialministeriums "zumindest zu hinterfragen". Völlig unklar sei, wie viele Prostituierte im Südwesten tätig sind. Weil das Rotlichtmilieu schwer zu überblicken sei, fordert das Ministerium eine Erlaubnis- und Meldepflicht für Bordelle.

Vor Einführung des Prostitutionsgesetzes 2002 war Prostitution sittenwidrig, seither ist sie es nicht mehr. Das Sozialministerium unterstützt dies: "Die Frauen dürfen nicht in die Illegalität abgeschoben werden", sagte der Sprecher.

Ministerin will mehr Kontrollen im Rotlichtmilieu
Ministerin Katrin Altpeter: Polizeiarbeit im Rotlichtmilieu erschwert. Foto: dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

04.03.2013, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil


In der aktuellen Ausgabe des Business-Magazins Wirtschaft im Profil : Warum in die Ferne schweifen ... Wirtschaftsfaktor Tourismus Baden-Württemberg
Neueste Artikel
Bildergalerien
Sie haben Fragen zu unserem neuen Bezahlsystem? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.
Videos
Single des Tages
date-click

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-0
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934166
wip@tagblatt.de

Zum Kontaktformular