Amnesty-Auszeichnung

Menschenrechtspreis für Spielfilm über Lieferungen von Heckler & Koch

Von ede

Amnesty kürt Spielfilm „Meister des Todes“ zum Sieger.

Nach einem Grimme-Preis im vergangenen Jahr für die Dokumentation „Tödliche Exporte – wie das G36 nach Mexiko kam“ ist nun der darauf aufbauende Spielfilm „Meister des Todes“ (mit Heiner Lauterbach, Veronica Ferres und Udo Wachtveitl, Regie: Daniel M. Harrich) beim 10. Marler Medienpreis von Amnesty International (AI) geehrt worden. Er wurde Sieger in der Kategorie „Spielfilm“.

Aus fast 100 Fernsehbeiträgen der Jahre 2015 und 2016 nominierte die Jury, die ausschließlich aus Mitgliedern von AI besteht, 15 Beiträge, jeweils drei in den Sparten Magazin In- und Ausland, Dokumentation In- und Ausland und Film. Der Spielfilm nahm – wie auch die Dokumentation – seinen Ausgangspunkt in Tübingen. Darin geht es um den widerrechtlichen Export des G36-Gewehrs von Heckler & Koch nach Mexiko: „Ein spannender Politthriller, der wegen seines realen Hintergrundes erschreckend deutlich klarmacht, die in Wirklichkeit Agierenden sind immer bösartiger, hinterhältiger und raffgieriger, als ein Drehbuchautor sich das ausdenken kann“, so die Jury. Der Film habe mitgeholfen, Verantwortliche dieser Machenschaften vor Gericht zu bringen.

Die Geschichte kam ins Rollen, nachdem sich ein Mitarbeiter von Heckler&Koch an den Tübinger Anwalt Holger Rothbauer gewandt hatte. Zusammen mit dem Pazifisten Jürgen Grässlin stellte er Strafanzeige.


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23.10.2017 - 01:00 Uhr