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In der Stockholmer U-Bahn wirken die Smartphones vor den Köpfen junger Fahrgäste wie festmontiert. Bücher oder Papierzeitungen sieht man kaum noch. Die Eroberung des Alltags durch die Bildschirme hat das Stadtbild verändert – und das Lesevermögen junger Schweden im vergangenen Jahrzehnt drastisch verschlechtert. Laut Pisa-Ranking haben 20 Prozent der männlichen Neuntklässler in Schweden Schwierigkeiten, einfachere Texte zu verstehen.

29.08.2016
  • ANDRé ANWAR

Stockholm. Das Land rutschte aus den Spitzen- auf die Schlussplätze. Die rot-grüne Regierung in Stockholm will diesen Trend brechen. „Die Herbstferien werden nun Leseferien, in denen Kommunen und staatliche Institutionen Aktivitäten arrangieren, die das Lesen fördern“, verkündete Ministerpräsident Stefan Löfven diese Woche. Wie die Winterferien, die in Schweden Sportferien heißen, weil sie zum Skifahren genutzt werden, sollen auch die Herbstferien einen Sinn bekommen, so Löfven.

Fünf Millionen Kronen (527 000 Euro) will er ab 2017 jährlich dafür ausgeben. Doch wie sollen die Kinder zum Literaturgenuss animiert werden. Stockholm kündigte an, eine sogenannte Lesedelegation einzuberufen, die alle Aktivitäten in den Leseferien und darüber hinaus koordiniert und entwickelt. Schulen, der Kulturbereich und Vereine sollen auf lokaler Ebene mitwirken. Lehrer und Eltern sollen angespornt werden ihr Engagement zu erhöhen.

Johan Unenge, Ex-Lesebotschafter des staatlichen Kulturrates und im Vorstand der Organisation Lesebewegung, ist begeistert: „Kinder lesen zu lassen, ist ja nicht teuer. Wir haben gute Infrastrukturen und müssen sie nur richtig ausrichten. In Schweden hat fast jede Schule eine eigene Bibliothek, hinzu kommen viele andere Einrichtungen.“

Damit die wieder vermehrt von Kindern und Jugendlichen genutzt werden, sollen nach Ansicht Unenges auch Eltern in die Pflicht genommen werden. In den vergangenen zehn Jahren sei der Anteil der schwedischen Eltern, die ihren Kindern abends regelmäßig vorlesen, von 75 Prozent auf die Hälfte abgefallen, so Unenge. „Gerade jüngere Eltern tragen selber die Buchkultur nicht mehr so in sich wie frühere Elterngenerationen. Nach Feierabend werden Filme angeguckt und Facebook genutzt.“

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29.08.2016, 06:00 Uhr
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