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Mal unter, mal auf der Oberfläche
Seth Prices Körperteile in Kunststoff. Foto: Collection of Candace and Michael Barasch, Courtesy of Petzel Gallery © Seth Price
Ausstellung

Mal unter, mal auf der Oberfläche

Das Museum Brandhorst in München präsentiert den Künstler Seth Price in einer ersten Überblicksschau.

27.11.2017
  • LENA GRUNDHUBER

München. Ok, das ist groß. Also wirklich groß. Wie im Allerheiligsten schimmert es im Untergeschoss des Münchner Brandhorst-Museums. Die hochformatigen Leuchtkästen enthalten ja auch ein wahres Wunder: die menschliche Haut. Einerseits computerbearbeitet und manipuliert, andererseits erschreckend körperlich. Seth Price widmet sich dem abgründigen Thema der Oberfläche hier in aller Tiefenschärfe.

„Social Synthetic“ heißt die international erste Überblicksschau des 1973 geborenen US-Amerikaners, in der von Zeichnung über Video bis zum Möbel so gut wie alles da ist, beschäftige sich der Künstler doch mit den „fundamentalen Veränderungen der visuellen Kultur, die mit der flächendeckenden Etablierung digitaler Medien“ einhergehen, wie es heißt. Wer tut das heute nicht.

Seth Price nun verleiht der „Bedrohung des Subjekts“ etwa mit seinen „Vacuum-Forms“ Ausdruck, in denen der Körper nur noch als Abdruck einzelner Hände oder Brüste im industriellen Kunststoff seine Existenz andeutet. Oder er druckt verpixelte Standbilder eines dschihadistischen Enthauptungsvideos auf Schutzfolie, die aber in den Faltungen verschwinden und zunächst nur mit Hilfe von Text decodierbar sind. Aus sich heraus überzeugt das kunsthistorische Gegenstück da mehr: Die finsteren Prints von Caravaggios David mit Goliaths Haupt kombiniert Price mit einer beklemmenden Meereswoge im Loop.

Nur damit man sich nebenan in der Möbelabteilung findet: Die „Chairs Beyond Right and Wrong“ sind mittels eines Algorithmus' aus Alu geschnitten und können unterschiedlich gefaltet werden. Kann man als „komplexe Beziehung zu Funktionalität und Materialität“ deuten. Man kann aber auch einfach feststellen, dass man darauf nicht sitzen kann.

Lena Grundhuber

Info „Seth Price. Social Synthetic“, bis 8. April im Museum Brandhorst.

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27.11.2017, 06:00 Uhr
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