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Mehr als 100 Tübinger demonstrierten gegen Rassismus, Pegida und das Versagen der Ermittler

Mahnwache und Demo für in Dresden erstochenen Flüchtling

An das Unwort „Döner-Morde“ erinnert sich Seyoum Habtemariam noch gut. Auch bei der Mordserie der rechtsterroristischen NSU hätten die Ermittler einen „fremdenfeindlichen Hintergrund“ lange ausgeschlossen, sagte der aus Äthiopien stammende Tübinger am Montag auf der Holzmarkt-Kundgebung.

19.01.2015
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Tübingen. So wie jetzt wieder in Dresden, beim Tod von Khaled Idris Bahray. „Warum“, fragen dessen eritreische Mitbewohner und Freunde im Internet, begann die Polizei „erst 30 Stunden später mit der Spurensicherung“, warum wischten sie „die Blutlache gleich nach dem Fund der Leiche mit Wasser ab“ – statt den Tatort zu sichern?

Die Flüchtlinge wollen nun rasch in einem anderen Bundesland untergebracht werden, berichtete ein Demonstrant. „Unsere Ermittlungsbehörden sind auf dem rechten Auge blind“, sagte AL/Grüne-Stadtrat Bruno Gebhart: „Es gibt in Deutschland Menschen dritter Klasse.“ – „Flüchtlinge bleiben, Nazis vertreiben“ skandierten etliche der mehr als 100 Demonstranten, die sich am frühen Abend auf der Tübinger Neckarbrücke versammelten und dann weiter zum Holzmarkt zogen.

„Es gab in Deutschland schon weit über hundert Morde durch Neonazis“, sagte eine Frau. „Eine Riesendemo wie gerade in Frankreich wäre da längst fällig gewesen.“ Andere Teilnehmer/innen wollten „Flagge zeigen gegen Pegida“. Bilder des in Dresden Erstochenen wurden hochgehalten, eine junge Frau sagte: „Schlimm, was da passiert ist: Ein Flüchtling wurde umgebracht.“ Sie wollte ein Zeichen setzen: „Antifaschismus ist wichtig.“

Noch auf der Neckarbrücke erinnerten Redner an einen Tübinger Toten: Der Iraner Kiomars Javadi war 1987 von Angestellten des damaligen „Pfannkuch“-Supermarkts wegen vermeintlichen Diebstahls in den Schwitzkasten genommen und dabei erwürgt worden. Etliche Passanten schauten zu – und taten nichts.

Mahnwache und Demo für in Dresden erstochenen Flüchtling

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19.01.2015, 12:00 Uhr

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