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Lügen und andere Wahrheiten

Lügen und andere Wahrheiten

In dem deutschen Ensemblefilm laviert sich ein Trupp Großstädter mit Notlügen, Halbwahrheiten und Täuschungen durchs Leben.

Jetzt im Kino: Sie üben sich in der Kunst des (Selbst-)Betrugs - "Lügen und andere Wahrheiten"

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Jetzt im Kino: Sie üben sich in der Kunst des (Selbst-)Betrugs - "Lügen und andere Wahrheiten" --

02:09 min

Deutschland

Regie: Vanessa Jopp
Mit: Meret Becker, Thomas Heinze, Florian David Fitz

- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

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08.09.2014
  • Dorothee Hermann

Die Karrierefrau Coco (Meret Becker) will endlich heiraten. Mit diesem Entschluss bringt sie nicht nur ihr eigenes Leben durcheinander, sondern das gesamte, recht spärliche Beziehungsgeflecht um sie herum. Bisher war die adrette Zahnärztin so etwas wie der feste Anker im Leben ihrer Eso-Künstlerfreundin Patti (Jeanette Hain) und leicht ausbeuterische Chefin der russischen Zahnarzthelferin Vera (Alina Levshin aus "Die Kriegerin"). Nun aber will Coco ihren Freund, den schlurihaften Immobilienmakler Carlos (Thomas Heinze), an die erste Stelle setzen, was eine ganze Serie von Missgeschicken (oder Lügen) auslöst.

Carlos ist seit einem missglückten Junggesellenabschied nicht mehr flüssig, was seine akkurate Zukünftige auf keinen Fall erfahren soll. Die korrekte Coco macht plötzlich Behandlungsfehler, die sie nicht mehr der geschassten Vera in die Schuhe schieben kann. Yogatrainer Andi (Florian David Fitz) entwickelt ganz andere Seiten als die kontrollierte Selbstbeherrschung, die er in seinen Seminaren vormacht.

Der Film von Vanessa Jopp entdeckt Bremen als Schauplatz für eine Hand voll Großstädter, die zwischen Yoga, Perfektionismus, Angst vor dem Alleinsein und eingezogenen Führerscheinen dahintreiben.

Trotz eines Gastauftritts der großen Elisabeth Trissenaar als skeptische Brautmutter kommt die grobgezimmerte Beziehungskomödie über TV-Soap-Niveau nicht hinaus. Spätestens beim zweiten Selbstmordversuch hat man den Eindruck, die Regisseurin habe nicht mehr weiter gewusst und stolpere nur noch voran bis zum klamottigen Ende (ab 12).dhe

Eher klamottige Vorabend-Soap als großes Kino zum Thema fatale Sehnsüchte.

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08.09.2014, 12:00 Uhr | geändert: 08.10.2014, 12:00 Uhr

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Schlichtweg genial ist an diesem strunzöden, oft lachhaften, aber nie wirklich lustigen Film eher mal gar nix. der Humor ist seicht, platt und bemüht, was dann gar mehr an einen teutonischen Genrevertreter gemahnt. von französischer Leichtigkeit und Spritzigkeit iss hier nix zu sehen. Einzig das engagierte Spiel der immer irgendwie knuffigen, sympathischen Virginie Efira rettet die cineastische Stinkbombe vor dem Totalabsturz. Um den Tagblatt-Kritiker indes muss man sich langsam wirklich Sorgen machen ...
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