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Lucy

Lucy

Scarlett Johansson spielt in Luc Besson Actionfilm eine Studentin, die durch eine Droge geistige und körperliche Superkräfte erlangt.

Jetzt im Kino: So stark war Scarlett Johansson noch nie – Luc Bessons „Lucy“12.09.2015

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Jetzt im Kino: So stark war Scarlett Johansson noch nie – Luc Bessons „Lucy“ --

02:22 min

Frankreich

Regie: Luc Besson
Mit: Scarlett Johansson, Morgan Freeman, Amr Waked

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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11.08.2014
  • von Klaus-Peter Eichele

Frauen sind das schwache Geschlecht? Nicht bei Luc Besson. In fast allen Filmen des französischen Regisseurs und Produzenten – von „Nikita“ bis zum Aung San Suu Kyi-Porträt „The Lady“ – verfügen die weiblichen Wesen über außerordentliche Willens- oder Kampfkraft. Das ist auch in seinem neuen Opus, das in den USA zum Überraschungserfolg gediehen ist, nicht anders.

Dabei ist die von Scarlett Johansson gespielte Titelheldin zunächst nur eine Frau wie viele. Durch unglückliche Umstände gerät die brave Studentin in die Fänge einer Gangsterbande, für die sie eine neuartige Droge von Taiwan nach Europa schmuggeln soll. Doch nachdem das in ihren Bauch eingenähte Paket geplatzt ist und die Substanz in ihren Blutkreislauf strömt, ist Lucy plötzlich superstark und superschlau: Hulk plus Sherlock und das mal zehn.

LLeider entpuppt sich der Rachefeldzug, den die frisch gebackene Amazone nunmehr gegen ihre Peiniger startet, als recht flaue Angelegenheit. Weil sie jedem Gegner himmelhoch überlegen ist, kommt nicht die geringste Spannung auf, und den einzelnen Kampf- und Actionszenen sieht man das relativ kleine Budget durchaus an. Wenig durchdacht ist auch die Idee, Lucys Wandlung zur kraftstrotzenden Intelligenzbestie wissenschaftlich zu erläutern. Schließlich, erklärt ein von Morgan Freeman gespielter Professor, nutze der Mensch normalerweise nur zehn Prozent seiner Hirnkapazität. Warum aber bei 50 Prozent die Schwerkraft außer Kraft gesetzt wird, bleibt rätselhaft. Die eigentlich spannende Frage, ob es Segen oder Fluch wäre, wenn das menschliche Gehirn auf Hochtouren liefe, verflüchtigt sich dagegen zu Esoterik.

Statt exzessivem Actionkino, wie man es von Luc Besson erwarten darf, ist „Lucy“ am Ende bloß ein trashiges B-Movie, in dem Scarlett Johansson, Stärke hin oder her, über die Rolle des sexy Blickfangs nicht hinauskommt.

Nutzt maximal 50 Prozent von Bessons Regie-Kapazität. Das reicht für stylishen Edel-Trash.

Spielplan

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11.08.2014, 12:00 Uhr | geändert: 01.10.2014, 12:00 Uhr

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24.08.2014

12:00 Uhr

Klex schrieb:

Intelligent und sehr witzig, wenn man auf sarkastischen Humor steht. Kann qualitativ durchaus mit »Leon der Profi« und »Das 5. Element« mithalten. Mit den Themen von Malick und Lars von Trier, aber weder langweilig langsam und menschenfern abstrakt, noch depressiv, sondern mit Turbo nach dem Motto, so schön und grausam kann das Leben sein, also macht das Beste draus. Man muss schon sehr gescheit oder sauertöpfisch sein, um diesen Film nicht gut zu finden. Scarlett Johannson verkörpert sowohl das verkaterte Partygirl als auch die Intelligenzbestie wirklich glaubwürdig und durchaus ansehnlich. Gott sei Dank war das Budget bescheiden, weil die Zeit des Zuschauers nicht wie bei »The Hobbit« oder »The Dark Knight Rises« mit ausgewalzten, tricktechnisch aufgemotzten Actionszenen verschwendet wird (auch das dümmliche militaristisch-autoritäre Weltbild solcher Blockbuster wird uns von »Lucy« erspart). Mir genügt es vollkommen, wenn die Bösen einfach an die Decke gehängt werden und dafür mehr Zeit für amüsante Dialoge, witzige philosophische und psychologische Reflexionen und ansprechende Tier- und Naturaufnahmen bleibt. Wer nicht unbedingt ein depressives oder reaktionäres Weltbild vermittelt bekommen will und auf intelligentes, abwechslungsreiches, ideenreiches, sinnliches, farbenfrohes, lebendiges und innovatives Kino abfährt, dem sei dieser Film ans wärmstens ans Herz gelegt.



19.08.2014

12:00 Uhr

Schroz schrieb:

Grammo, aber wenn Herr Gscheitle doch sowas von recht hat.



17.08.2014

12:00 Uhr

Grammo schrieb:

Herr Gscheitle, wenn man einen Film nicht versteht muss dieser nicht schlecht sein, aber vor allem ist es ein Armutszeugnis wenn man aus Frust Spoiler platziert um anderen den Plot zu verderben. Jeder wie er kann, manche koennen halt gar nix.



16.08.2014

12:00 Uhr

Herr Gscheitle schrieb:

Der Film ist ein Riesenmist, ich habe gar keine Lust darüber zu schreiben. Ganz kurze Zusammenfassung, die sagt eigentlich schon alles: Junge Frau verwandelt sich in einen Riesencomputer, ein Asiate versucht mit Waffengewalt, sie daran zu hindern. Hört sich bekloppt an? Ist es auch! Spart Euch Euer Geld und geht lieber in den Affenfilm!!



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… Natürlich muss jemand, der sich so lange mit dem Ausmaß des Problems befasst hat und gesehen hat, wie einfach es ist, die Lösung zu leben, übereifrig werden und evtl. fanatisch klingen. Für Public Relations fehlt der Regisseurin die Ausbildung und die Meister der Propaganda sitzen eben in den Werbeabteilungen der Tabak-& Fastfoodkonzerne und sorgen weiter für "Nach-mir-die-Sintflut-Konsum". Doch sie als Dschihadist zu beschuldigen?!? Ist DIESES Wort wirklich für übereifrige Aktivisten&Weltverbesserer, die keiner Fliege was zu leide tun, angebracht? Und Demagogie? Wo ist die Rolle der Presse? Wollen Sie wirklich polarisieren, der Divide&Conquer-Strategie Munition liefern und Öl ins Feuer gießen? DAS ist Demagogie. 
Mark Gessat über Hope For All
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