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Lola auf der Erbse

Lola auf der Erbse

Kinderfilm nach dem Buch von Annette Mierswa um die Freundschaft zweier junger Außenseiter.

Jetzt im Kino: Das Mädchen vom Hausboot und sein illegaler Freund - "Lola auf der Erbse"12.09.2015

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Jetzt im Kino: Das Mädchen vom Hausboot und sein illegaler Freund - "Lola auf der Erbse" --

01:46 min

Deutschland

Regie: Thomas Heinemann
Mit: Tabea Hanstein, Christiane Paul, Tobias Oertel

- ab 0 Jahren

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01.09.2014
  • von Klaus-Peter Eichele

So wie Lola würden wahrscheinlich viele Kinder gern wohnen: auf einem Hausboot am wildromantischen Ufer eines Flusses. Doch die Elfjährige hat kein Auge für das Idyll; zu hoch türmen sich die Sorgen vor ihr. In der Schule wird das Mädchen von allen geschnitten. Ihr innig geliebter Vater hat sich, wie es heißt, in Luft ausgelöst; den Vokuhila-Tierarzt, mit dem ihre Mutter (Christiane Paul) neuerdings poussiert, kann sie dagegen nicht ausstehen. Außerdem will ein profitgieriger Nachbar die Kleinfamilie samt Hausboot wegmobben, um Platz für einen Freizeitpark zu schaffen.

Doch stellt sich nach und nach heraus, dass Lolas Kummer überschaubar ist, verglichen mit der Bürde des gleichaltrigen Rebin. Der kleine Kurde, mit dem sich das Mädchen zögerlich angefreundet hat, lebt mit seiner Familie illegal in Deutschland. Der Freizeitpark-Fiesling hat die Flüchtlinge in ein Kellerloch gepfercht und lässt die Eltern gegen Almosen für sich schuften. Zudem schwebt die Familie ständig in Gefahr, entdeckt und abgeschoben zu werden – weswegen Rebins Vater den Kontakt seines Sprösslings zu Lola am liebsten unterbinden würde.

Anders als im deutschen Standard-Kinderfilm à la „Fünf Freunde“ oder „Wilde Kerle“ nimmt sich Regisseur und Autor Thomas Heinemann viel Zeit, den sorgenvollen Alltag und die soziale Situation seiner jungen Protagonisten auszuleuchten. Ohne je in dröge Didaktik zu verfallen, demonstriert der Film auch, wie sich Kinder, gestützt auf eigene Gefühle und Erfahrungen, in die Probleme anderer einzufühlen lernen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten solidarischen Kampfgeist entwickeln. Letzteres sorgt dafür, dass im zweiten Teil des Films auch abenteuerliche Turbulenzen nicht zu kurz kommen.

Schöner Kinderfilm über zwei Außenseiter, die sich gegenseitig aus dem Sorgensumpf helfen.

Spielplan

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01.09.2014, 12:00 Uhr | geändert: 28.10.2015, 12:00 Uhr

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… Natürlich muss jemand, der sich so lange mit dem Ausmaß des Problems befasst hat und gesehen hat, wie einfach es ist, die Lösung zu leben, übereifrig werden und evtl. fanatisch klingen. Für Public Relations fehlt der Regisseurin die Ausbildung und die Meister der Propaganda sitzen eben in den Werbeabteilungen der Tabak-& Fastfoodkonzerne und sorgen weiter für "Nach-mir-die-Sintflut-Konsum". Doch sie als Dschihadist zu beschuldigen?!? Ist DIESES Wort wirklich für übereifrige Aktivisten&Weltverbesserer, die keiner Fliege was zu leide tun, angebracht? Und Demagogie? Wo ist die Rolle der Presse? Wollen Sie wirklich polarisieren, der Divide&Conquer-Strategie Munition liefern und Öl ins Feuer gießen? DAS ist Demagogie. 
Mark Gessat über Hope For All
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