Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Liebesleben

Keine Amour fou, sondern Kunstgewerbe wie aus einem besseren Reiseprospekt.

Keine Amour fou, sondern Kunstgewerbe wie aus einem besseren Reiseprospekt.

LIEBESLEBEN
Deutschland

Regie: Maria Schrader
Mit: Netta Garti, Rade Sherbedgia, Tovah Feldshuh, Stephen Singer

- ab 16 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
24.11.2015
  • Dorothee Hermann

Ja’ara ist ein Mensch ohne Geheimnis. Vielleicht stürzt sie sich deshalb in eine sado-masochistische Affäre mit dem viel älteren Arie, einem Jugendfreund ihrer Eltern. Nach 30 Jahren ist er soeben aus Paris nach Jerusalem zurückgekehrt. Für ihre Obsession vernachlässigt Ja‘ara alle anderen Ziele, ihren Mann und ihre Uni-Karriere. Doch Arie, dessen Lebensproblem „die Langeweile“ ist, gesteht ihr nur einen gelegentlichen ziemlich harten Quickie zu, jedes Mal eine neuerliche Erniedrigung, an der Grenze zur Pornografie.

Zugleich wird nicht wirklich plausibel, was Ja’ara an den meist an ihr vorbei in die Ferne schauenden Mann bindet, dem sie unendlich gleichgültig zu sein scheint. Als Person bleibt er noch blasser als sie selbst – als wäre er nur als Projektionsfläche vorgesehen. Dass ihre Mutter einst Aries große Liebe war, wie sich herausstellt, macht den Film psychologisch auch nicht stimmiger. Die geordnete Putzigkeit der Aufnahmen gewinnt durch Ja’aras häufiges heftiges Atmen, wenn sie hektisch ihrer Obsession folgt oder mit unvorhergesehenen Komplikationen konfrontiert ist, nicht den beabsichtigten emotionalen Sog.

In ihrem Regiedebüt hat Schauspielerin Maria Schrader Kunstgewerbe produziert, aber kein Kino. Die Außen-Aufnahmen in Jerusalem und an der Küste wirken leblos wie aus einem Hochglanz-Reiseprospekt. In Zeruya Shalevs Bestseller, der Vorlage für den Film, ist Ja’ara wenigstens nicht bloß die sich selbst opfernde Naive.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
18.11.2007

12:00 Uhr

Harry Tischler schrieb:

Der Film isch gut,das Buch ist immer anders...
Empfehlenswert!!



17.11.2007

12:00 Uhr

jemand schrieb:

hab den film nicht gesehen udn werd ihn mir auch nicht anesehen, da er mcih vermutlich nur enttäuschen wird. das buch ist genial, aber ich habe mir schon gedacht dass der film zu einem solchen buch nichts werden kann, da es im buch vermutlich um genau das geht was man in einem film nicht zeigen kann.



12.11.2007

12:00 Uhr

peter rohner schrieb:

..an den haaren herbeigezogener blödsinn, triebfedernartige fickende effekthascherei. ein weiterer unnötiger film. vorspann, und kritiken sind weit besser als der film. vielleicht ist der roman ja besser.



08.11.2007

12:00 Uhr

error 404 schrieb:

maria schraders regiedebut ist ein weiterer beweis dafür, dass gute schauspielerinnen nicht automatisch auch gute regisseurinnen sind. zeruya shalevs buchvorlage kenne ich nicht, der film jedenfalls bewegt sich immer am rande des kitsches, die handlung und die dialoge sind klischeehaft, platt und vorhersehbar.



 

Wunschfilm wählen
und Tickets gewinnen

Am Donnerstag, 20. Juli, eröffnet Veranstalter Carsten Schuffert im alten Tübinger Schlachthof das Sommernachtskino 2017. Tagblatt-Leser können den einen von fünf Filmen wählen, der am Donnerstag, 27. Juli, laufen soll. Die Abstimmung läuft bis 10. Juli. Unter allen Teilnehmern werden zehn Eintrittskarten (für je zwei Personen) verlost – natürlich für den TAGBLATT-Wunschfilm am 27. Juli.






Die Teilnahme ist kostenlos. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Aus technischen Gründen sind Mehrfachabstimmungen nicht auszuschließen. Tagblatt-Mitarbeiter dürfen nicht teilnehmen.


Aus der Filmregion
Neueste Artikel
Filmreihe im Kino Kamino Kultur vom Rande geht ins Kino
Film mit Gästen über Social Media Ein Lehrer ist von sehr vielen Seiten Zielfigur
Der Arsenal-Verleih hat sich der Liebeskomödie angenommen Comeback der Schwimmbad-Romanze
Zuletzt kommentiert
Schröder hat recht. Comic-Verfilmungen sind offenbar auch durch 1000 Wonder Women nicht mehr zu retten, höchstens vielleicht noch durch eine Ant Woman. Gilt aber nicht für das ganze SF- und Fantasy-Genre. Das bringt immer noch starke und berückende Frauenfiguren hervor. Bei Robin Wright würde ich allerdings eher zu "House of Cards" raten: keine Spur von unfreiwilliger Komik.
Klex über Wonder Woman
Aus der Filmwelt
Neueste Artikel
Neue Trailer
Neueste

Kino Suche im Bereich
nach Begriff