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Leitfigur der alternativen Szene
Ein rebellischer Kopf: Peter Grohmann. Foto: Silvie Brucklacher
Gala

Leitfigur der alternativen Szene

Freunde und Wegbegleiter feiern den 80-jährigen Kabarettisten Peter Grohmann im Theaterhaus.

30.10.2017
  • RAINER LANG

Stuttgart. Wer den 80-Jährigen erlebt hat – ausgelassen, heiter, spöttisch –, weiß, dass der linke Moralist nicht nachlassen wird mit seiner Kritik. Im Stuttgarter Theaterhaus wurde am Freitagabend der Kabarettist Peter Grohmann von Freunden und Wegbegleitern mit einer Gala gefeiert.

Das Motto hieß „80. Zeit zum Aufstehen“. Von „Rebellion“ und „Utopie“ war die Rede. Dafür steht Grohmann. Vorbild ist der Satiriker auch für Junge, wie Singer und Songwriter Philipp Volksmund bekannte. Applaus brandete auf im vollen Saal.

Es sei „ein großes Familienfest“, freute sich die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Die mit Grohmann eng befreundete Pfarrerin war aus Berlin angereist. Für sie ist er ein Charismatiker, der es wie kein anderer verstehe, die alternative Szene Stuttgarts zu einen und dabei Politik und Kultur zu verbinden.

Für Theaterhaus-Chef Werner Schretzmeier ist er „ein Gesamtkunstwerk“. Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) schätzt ihn als „kreativen Querdenker“. Für SPD-Chefin Leni Breymaier ist er „nicht ersetzbar“. Als Initiator und Kopf des Bürgerprojekts „AnStifter“, das jedes Jahr einen Friedenspreis verleiht, ist Grohmann immer vorn dran beim Protestieren, sei es gegen das Bahnprojekt S 21, Waffenexporte oder Intoleranz.

In Breslau geboren, ist Grohmann in der DDR, Reutlingen, Ravensburg und Stuttgart aufgewachsen. „Ich bin in einem Tohuwabohu aus Flucht und Vertreibung, Mord und Totschlag, Krieg und Waffen groß geworden“, schreibt der Schriftsetzer, Autor und Kabarettist. Er verweigerte den Kriegsdienst, war einer der ersten Zivildienstleistenden, organisierte die ersten Ostermärsche der Atomwaffengegner mit. In der SPD war er bis zum Rauswurf. Er ist kompromisslos, aber immer den Menschen zugewandt.

In Stuttgart hat er nicht nur 1964 den Club Voltaire im Leonhardsviertel und das Sozialistische Zentrum mitbegründet, sondern mit Gudrun und Werner Schretzmeier auch das Theaterhaus. Dafür wurden die drei vom Land mit der Staufermedaille geehrt. Rainer Lang

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30.10.2017, 06:00 Uhr
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