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Die Verschmelzung der Kulturen

„Las Lanzas Coloradas“: Fetzige Melodien und gefühlvolle Latinpop-Balladen

„Las Lanzas Coloradas“ ist eine Tübinger Band, bei der nicht nur Bass, Perkussion, Schlagzeug, Gesang und Piano aufeinandertreffen, sondern mindestens vier verschiedene Kulturen: Derek High stammt aus Schottland, Felix Schellhorn aus Venezuela, Drummer Hermann Geisler hat einen asiatischen Hintergrund und Sängerin Odilia Damm kommt aus dem Hessischen. Nur Pianist Andreas Fischer hält die Schwabenfahne hoch.

23.12.2009

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Tübingen. Die Musiker kennen sich teilweise schon seit 15 Jahren, trafen bei diversen Sessions und Konzerten aufeinander und machten sich ansonsten in unterschiedlichen Formationen gegenseitig Konkurrenz. Vor zwei Jahren beschlossen sie, gemeinsame Sache zu machen und die regionale Musikszene mit ihren melodischen Songs aufzumischen. Die Palette der Formation reicht von fetzigen Powerstücken bis hin zu gefühlvollen Soul- und Latinpop-Balladen. „Prägend für unseren Sound ist die Quartett-Instrumentierung“, so Sängerin Odilia Damm, „die Musik hat groovige, soulige und jazzige Einflüsse.“

Spielfreude und raffinierte, auf deutsch und englisch gesungene Arrangements, zeichnen die Musik der „bunten Lanzen“ ebenfalls aus. Dabei funktionieren die eingängigen Beats live noch besser als auf dem Debüt-Album „Relax“, das erst vor kurzem im Eigenvertrieb auf den Markt kam und nicht zuletzt dank seines dichten Sounds einen vielversprechenden Start hinlegte. Da ist viel Leichtigkeit in der Musik, eine fast schon aufdringlich entspannte Stimmung. Aber keine Angst: Drohende Klippen von aufkommender Gleichförmigkeit umschiffen die vier Musiker und ihre temperamentvolle Sängerin mit professioneller Souveränität.

Schon mit den ersten Takten ihres Debüt-Albums machen „Las Lanzas Coloradas“ klar, worum es ihnen geht: um starke Gefühle und Authentizität, oder wie es Perkussionist Felix Schellhorn beschreibt: „Wir versuchen, verschiedene Kulturen und Sichtweisen zu verschmelzen – in der Art, wie wir spielen, wie wir uns ausdrücken und wie wir unsere Musik ausleben.“ Südamerikanisch entspannt, unter Meidung des Expressiven, mit einem instinktsicheren Gespür für den gefühlsintensiven Aufbau einer Song-Interpretation. Und über all dem thront die kräftige Stimme von Odilia Damm, die für die meisten Songs auch die Musik und die Texte geschrieben hat.

Und wie kam die Band zu ihrem spanischen Namen? Obwohl weder die Texte noch die Musik spezifisch spanische Anleihen aufweisen? Dazu nochmal Felix Schellhorn: „Las Lanzas Coloradas ist der Titel eines Romans des venezuelanischen Autors und Diplomaten Arturo Uslar-Pietri, der für mich und meine Mitmusiker eine wichtige Rolle spielt. In dem Buch geht es um die Kulturenverschmelzung während der Befreiungskriege und das hängt unmittelbar mit unserer Art von Musikverständnis zusammen.“ Ansonsten lautet die Devise der fünf Musiker kurz und bündig: Hab Spaß an der Musik und nehme dich selbst nicht zu ernst.

Diese Einstellung hätte nicht zum ersten Mal zu unverhofftem Erfolg geführt. Es wäre nicht verwunderlich, wenn man von „Las Lanzas Coloradas“ in Zukunft noch einiges hören würde. Mit dem neuen Album „Relax“ ist schon mal ein hoffnungsvoller Anfang gemacht.

Jürgen Spieß

Las Lanzas Coloradas

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Las Lanzas Coloradas --

03:01 min

„Las Lanzas Coloradas“: Fetzige Melodien und gefühlvolle Latinpop-Balladen
Die vier Lebens-Künstler von „Las Lanzas Coloradas“ und ihr Motto: Hab Spaß an der Musik und nehme dich selbst nicht zu ernst. Bild: Spieß

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23.12.2009, 12:00 Uhr
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