Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
La Sagrada Familia

Eine Schauspielschülerin bringt mit Sex & Drugs die Rituale einer bürgerlichen Familie ins Wanken.

Eine Schauspielschülerin bringt mit Sex & Drugs die Rituale einer bürgerlichen Familie ins Wanken.

LA SAGRADA FAMILIA
Chile

Regie: Sebastián Campos
Mit: Sergio Hernández, Néstor Cantillana, Coca Guazzini

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
24.11.2015
  • che

Zwei Grufties und eine Leiche, die eine gewisse Ähnlichkeit mit Salvador Dalí aufweist – das ist nur eine der Konstellationen in „Morirse en domingo“. Der Film des mexikanischen Regisseurs Daniel Gruener ist ein Feuerwerk der schwärzeren Phantasie. Zunächst steht Carlos (Humberto Busto wie ein psychedelischer, sehr junger Dustin Hoffman) benommen am Sterbebett seines geliebten Onkels. Das Problem ist nur, dass kein seriöser Bestatter sonntags arbeitet.

Carlos macht sich auf den Weg zu Joaquín, einem zwielichtigen Vertreter der Branche. Aus der bürgerlichen Wohnung gerät er unversehens in eine gnadenlose Welt. Weshalb der Streifen auch als bizarre Coming-of-Age-Geschichte funktioniert.

Als Carlos keine Urkunde über die Kremation mit nach Hause bringt, ist das für seinen Vater nur ein weiteres Beispiel dafür, wie nichtsnutzig und lebensuntüchtig der Sohn doch ist. Wirklich eng wird es für den, als der Verstorbene auf dem Seziertisch eines befreundeten Medizinstudenten wiederauftaucht. Carlos kann den wie einen Vater geliebten Onkel doch nicht einfach ausweiden lassen. Außerdem stellt sich nun die beunruhigende Frage, woher wohl die Asche in der Urne stammt.

Durch verblüffende Schnitte wirkt das Geschehen mitunter wie ein verrückter Trip. Und spiegelt damit die innere Verfassung von Carlos’, der meist wie leicht weggetreten wirkt. Zum Glück wird die wunderschöne, etwas gruftig angehauchte Tochter des Bestatters (von Gleichaltrigen als „Zombie“ verspottet), seine Verbündete. Kleine Warnung an empfindsame Gemüter: bei den gelegentlichen Splatter-Elementen rasch genug wegschauen!

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
 
Aus der Filmregion
Neueste Artikel
Cine-Latino-Gast Vincent Carelli fürchtet einen Staatstreich Komplott der Eliten gegen die Ureinwohner
Kuba zu Gast beim Cine Latino Die Zukunft hinter sich gelassen
Trickfilmfestival steht vor der Tür 1000 Filme an sechs Tagen
Zuletzt kommentiert
...  Der verschlungene Weg der suggestiven Ideen musste irgendwann auch bei der Angstvorstellung ankommen, dass sich schon ein Gedanke, eine Idee, einmal „eingepflanzt“, als leibhaftiges Monster manifestiert und innen und außen verschwinden. "The Bye Bye Man" geht diesen letzten Schritt mit erschreckender Konsequenz und überaus geschickter Dramaturgie: Während wir noch in der ersten Hälfte drei Jungakademiker beim Einrichten in ihrem neuen alten Haus beobachten dürfen (superbe Weitwinkelaufnahmen von immer irgendwie „falschen“ Räumen), geht es im zweiten Teil per Express ins Unterbewusste, wo der Bye Bye Man sich eingenistet hat. Und nun verändert sich auch die Wirklichkeit in einem Maße, dass ein Aufenthalt auf einem unbeschrankten Bahnübergang noch eine Erholung darstellt. "The Bye Bye Man" steht in einer kleinen, aber feinen ehrwürdigen Tradition von Horrorfilmen, die mit dem bloßen Erwähnen eines Namens und dem damit verbunden Schrecken spielen. ...
Peter Dorn über The Bye Bye Man
Aus der Filmwelt
Neueste Artikel
Happy birthday, Jack Nicholson! Killer-Smile, Genie und Verführer
Michael Ballhaus ist im Alter von 81 Jahren gestorben Der Zauberer mit der Kamera
TV-Zeitreise ins Berlin des Kalten Kriegs Romeo im Dienste der Stasi
Interview mit „Charité“-Regisseur Sönke Wortmann „Ich probiere gerne mal was Neues“
Deutscher Filmpreis: Acht für die Blumen „Toni Erdmann“ ist bei den Nominierungen zweiter Sieger
Neue Trailer
Neueste

Kino Suche im Bereich
nach Begriff