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Drei gute Finger

Kulturhappen im Café Chamäleon

Mössingen. Was drei Finger auszurichten vermögen. Das „Drei Finger Projekt“ ist eine vielseitige Einrichtung. Es macht Musik.

09.05.2011

Es bietet Performance. Und es kann einem was beibringen. Es lehrt, wie man einem Fluss lauscht, sich der Sonora-Wüste anheimstellt und den „Wayfaring Stranger“ auf seinem einsamen Ritt begleitet, der bald, dem Tode nah, seine Mutter und seinen Vater wiedersehen wird.

Und wie man einen Sonntagmorgen gut verbringen kann, mit einem vibrierenden Untergrund. Im Kulturcafé Chamäleon in der Mössinger Kulturscheune. Nein, nicht bei einem Kultur-Frühstück. Ausgewachsene Frühstücke sind derzeit für das Team organisatorisch schwer zu bewältigen, passend hielt man exquisites Finger-Food parat. Nebst Kaffee, Sekt und Säften.

Die vielen Gäste ließen es sich weidlich schmecken, der Hauptgenuss allerdings lag bei den Drei Fingern, die auf der Bühne zugange waren. Mike Stadel, der stoisch stabile Stehbassfaktor. Matze Nill, ehemaliger Quenstedt-Schüler, an der E-Gitarre. Martin Norz, Gitarre und Gesang, mit rauer Stimme. Sie produzierten eine prima Mischung, vom Blues geschwängert, vom Gängigen ferngehalten. Johnny Cash war dabei und Willie Dixons „Spoonful“, „Die Wüste“ von der Gruppe „Ganz schön feist“, aber auch ein feines „Excessive“ von Carla Bruni.

Rio Reisers „Gefahr“, wo Stadel beweist, dass er auch das Akkordeon recht zu handhaben weiß. Der „Kraftwerk“-Klassiker „Das Model“, aber auf Englisch. „The Spy“ von den „Doors. Georgette Dees „Siegfried“ gelangte zu einem angemessenen Auftritt, mit der Verheißung: „Der Kapitalismus ist nicht der Sieger.“ Und dann noch ein Waitsscher Rumpelblues. „Fumblin‘ with the Blues“. Oder der „Rag Bag“ des guten David Lindley.

Seelenbefriedigung stellte sich ein. Zum Glück hatten die der Zuhörer aber noch Kapazitäten frei, um Zugaben zu verstauen. Darunter auch eine Goethe-Vertonung. Von „Gefunden“, der Huldigung an sein geliebtes Fabrikmädchen Christiane. Nur ein paar Töne druntergelegt, und schon war der Klassiker unter die Songgrößen eingereiht. Das hätte ihn höchstselbst amüsiert. Chamäleon-Impresario Michael Niethammer nannte Nill „der Fingerteufel von Bodelshausen“, Martin Norz „der Joe Cocker vom Neckartal“ und Stadel „der Groover aus Öschingen“. Drei übel gute Finger.

jon

Kulturhappen im Café Chamäleon
Das „Drei Finger Projekt“ mit Martin Norz (vorne), Mike Stadel am Bass und hinten Matze Nill im Kulturcafé.Bild: Rippmann

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09.05.2011, 12:00 Uhr
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