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Schlachten nicht ohne Betäubung

Kreisveterinär widerspricht Veganer-Vorwürfen

Tübingen. Veganer mögen die Praxis in Schlachthöfen für Tierquälerei halten. Doch ihre Kritik am Fleischverzehr sollte die Fakten treffen: „Diese Pauschalbeurteilungen kann ich so nicht stehen lassen“, erklärte gestern Kreisveterinär Dr. Peter Behrens zu der Marketing-Aktion einer Tübinger Kosmetikfirma.

02.07.2010

Mitarbeiter der Firma hatten am Mittwoch in der Neckargasse, scheinbar unbekleidet „wie Schlachtvieh“, für eine „vegane Woche“ geworben. „Nackte gegen Fleischeslust“: Unser Bericht zitierte aus Info-Broschüren Vorwürfe, die bei der Aktion gegen die „Tierquälerei“ in Schlachthöfen erhoben wurden.

Diese Vorwürfe („sehr weit hergeholt“) kontert nun Schlachthof-Kenner Behrens, der Abteilungsleiter für Veterinärwesen im Landratsamt: Küken könnten zwar – bei entsprechender Genehmigung – bis zu einem Alter von 10 Tagen die Schnäbel gekürzt werden, aber danach sei Betäubung vorgeschrieben.

Auch die Kastration junger Ferkel dürfe vom achten Lebenstag an nur unter Betäubung geschehen. An chemischen Ersatzverfahren werde bereits gearbeitet. Und Rindern die Kehle durchzuschneiden ohne Betäubung sei hierzulande nicht nur verboten – sowas würde „dem, der das macht auch schlecht bekommen“. Nur nach der Betäubung der Tiere mit einem Bolzenschussgerät dürfe „der Entblutungsschnitt“ gesetzt werden. „Bei uns ist das Schächten verboten,“ erinnert Behrens.


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02.07.2010, 12:00 Uhr

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