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Spielgeräte zum Drücken

Konsolen gibt es schon ab 150 Euro - Gigantisches Software-Angebot

Ob digitale Spielgeräte Teufelszeug sind oder Seelentröster: Die meisten Kinder finden Playstation & Co ganz groß. Wir geben eine Hilfestellung bei der folgenschweren Kauf-Entscheidung.

29.12.2012
  • von PETER KUSENBERG

In seinem Bestseller "Digitale Demenz" verteufelt der Psychologe Manfred Spitzer Computer als "Zeitvernichtungsmaschinen" und digitale Spiele verabscheut er, weil sie "vom Lernen abhalten". Diesen Sachverhalt sehen die meisten Kinder und Jugendliche anders. Sie wünschen sich Spielgeräte, um damit in einer auf Effizienz und Leistung getrimmten Welt in phantastische Welten entfliehen zu können, wo sie Helden, Lebensretter oder Superstrategen sein dürfen.

Fernsehkonsolen. Zur ersten Kategorie Spielgeräte gehören Konsolen wie Playstation 3 (PS3), Xbox 360 und Wii. Sie werden an den Fernseher gestöpselt, mit Spiel-DVDs gefüttert und qua Internet-Verbindung als Basis für Online-Spiele verwendet. Alle drei Konsolen beherrschen Bewegungssteuerung. Nintendos günstige Wii lässt mit Fernbedienungen lenken, Microsofts betagte Xbox 360 (ab 150 Euro) und Sonys vielseitige PS3 (ab 230 Euro) werden mit dem Zubehör Kinect und Playstation Move steuertechnisch aufgerüstet.

Sonys Spielpaket "Wonderbook" (30 Euro) wurde speziell für Playstation Move entwickelt, der Spieler öffnet das "Wonderbook"-Buch, und die Playstation-Kamera lässt eine Harry-Pottersche Zauberwelt im Wohnzimmer des Spielers entstehen. Das ist faszinierend für Kinder im Grundschulalter, wenn auch das erste Spiel fürs "Wonderbook" noch nicht die erzählerische Dichte erreicht, um Spieler längere Zeit daran zu fesseln. Für Nintendos Wii (ab 150 Euro mit Spielen) gibt es die meisten Kinder-freundlichen Titel, vor allem Tanz-, Party- und Singspiele sind in großer Menge verfügbar.

Alle drei Konsolen sind vergleichsweise preisgünstig, zudem gibt es für jede Tausende von Spielen. Kinder ab zwölf Jahren werden sich eher über eine PS3 freuen, auf der sie "Fifa 13", "Assassins Creed 3" oder das witzige "Lego: Herr der Ringe" erleben können. Bislang haben Sony und Microsoft keine Nachfolgemodelle angekündigt, für Nachschub wird wohl weitere Jahre gesorgt sein. Nintendos Wii hingegen ist ein Auslaufmodell, der Nachfolger steht in den Händlerregalen.

Nintendos Neue. Wii U heißt das Gerät, es kostet zwischen 300 bis 400 Euro und ist eine sinnvolle Weiterentwicklung des Wii-Spielkonzepts. Die Wii U lässt sich mit den gleichen Eingabegeräten steuern wie die Wii, darüber hinaus liegt ein GamePad genanntes Gerät bei, das Tasten, Hebel, Steuerkreuz und Analog-Knüppel enthält, zudem zeitgemäße Steuertechnik à la iPhone: Bewegungssensoren, Mikrofon, Kameras und Touchscreen. Das Software-Angebot ist für eine neue Konsole beachtlich, neben Kinder- und Partyspielen gibt es rund ein Dutzend Umsetzungen erfolgreicher Abenteuertitel sowie den gruseligen Survival-Horror von "ZombiU" (Ubisoft, 70 Euro).

Apple als heimlicher Spieler. Mit dem iPod Touch, dem iPad und dem iPad mini hat die Firma Apple gleich drei Geräte im Angebot, die zwar nicht als Spielgeräte beworben werden, doch bei vielen Spielern als tauglicher Ersatz für 3DS & PS Vita gelten. Das Spielangebot ist gigantisch, allerdings gibt es verhältnismäßig wenige gehaltvolle Titel. Die Spiele sehen auf den hoch auflösenden Displays der neuen Apple-Geräte brillant aus, der iPod Touch der fünften Generation zeigt in herausragenden Titeln detaillierte Kulissen und lässt sich nebenher als Musikplayer, Video-Abspielmaschine und E-Mail-Programm verwenden.

Konsolen gibt es schon ab 150 Euro - Gigantisches Software-Angebot
Wii U hat zeitgemäße Bewegungssensoren, Mikrofon, Kameras und Touchscreen. Foto: Nintendo

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29.12.2012, 12:00 Uhr
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