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Am 21. Juni singt Bob Dylan auf den Mühlbachäckern

Knockin’ on Tübingens Door: Ein Weltstar kommt

Einer der berühmtesten und einflussreichsten Musiker der Welt kommt im Sommer nach Tübingen: Bob Dylan. Der Folk- und Rocksänger tritt am Sonntag, 21. Juni, mit Band auf den Mühlbachäckern auf.

13.03.2015
  • ulrich janssen

Tübingen. Über einen Monat lang hat Marc Oßwald mit dem Management der Musiker-Legende verhandelt, dann stand fest: Bob Dylan, der Weltstar, wird im Juni auf der neuentdeckten Open-Air-Location zwischen Kreissparkasse und Landratsamt singen. Das Konzert beginnt um 21 Uhr und dauert etwa zwei Stunden. Fünf Tage später, am Freitag, 26. Juni, folgt ihm dann auf dem gleichen Platz Tübingens Schlagerstar Dieter Thomas Kuhn.

Der Tübinger Konzert-Veranstalter Oßwald, der die hochkarätige Kombination aus Folk und Party zusammengestellt hat, zeigte sich gestern gegenüber dem TAGBLATT „überglücklich“, dass es mit der Verpflichtung geklappt hat. Ausschlaggebend sei gewesen, dass der Platz auf den Mühlbachäckern 8000 Zuhörer aufnehmen kann. „Auf dem Killesberg in Stuttgart sind es nur 4000.“ So konnte Oßwald auch den Ticketpreis in halbwegs zivilen Größenordnungen halten: 65 Euro wird eine Karte kosten. Zu haben sind die Tickets bundesweit heute ab 12 Uhr.

Laut Oßwald ist der Platz auf den Mühlbachäckern dank seiner Lage und seiner leichten Neigung für Konzerte perfekt geeignet. Dass die neue Location jetzt nicht, wie geplant, von Dieter Thomas Kuhn, sondern vom weltberühmten Bob Dylan eingeweiht wird, ist für Oßwald kein Problem. „Der Platz funktioniert, da sind wir sicher, wir haben uns schließlich monatelang mit dem Ort beschäftigt.“ Der Vorteil der 3500 Quadratmeter großen Freifläche ist, dass die Musiker auf der Bühne dank der sanften Neigung von allen Plätzen relativ gut zu sehen und zu hören sind. Zudem ist die Nachbarschaft unproblematisch: In den umliegenden Behörden wird nach 20 Uhr eher selten gearbeitet.

Eines von vier Konzerten in Deutschland

In diesem Fall fürchtet Oßwald nicht einmal lärmempfindliche Nachbarn, die hinterher zum Verwaltungsgericht nach Sigmaringen marschieren könnten. „Ich glaube nicht, dass irgendjemand die Musik von Bob Dylan als Lärm bezeichnen wird.“

Für das Konzert lässt Oßwalds Agentur „Koko & DTK Entertainment“ neben der Kreissparkasse eine eigene Bühne errichten. „Die bleibt dann stehen bis Freitag.“ Weitere Konzerte seien in dieser Zeit theoretisch zwar möglich, praktisch aber nicht geplant, schon um die etwas entfernter wohnenden Nachbarn nicht zu irritieren.

Dass Dylan perfekt in die Universitätsstadt Tübingen passt, davon ist Oßwald überzeugt. Auch Oberbürgermeister Boris Palmer sei hocherfreut über die Verpflichtung gewesen, ebenso wie der Vorstand der Tübinger Kreissparkasse, die das Gelände generös bereitstellt.

Dass die Mühlbachäcker sowohl per Auto als auch per Bahn einigermaßen gut zu erreichen sind, ist in diesem Fall nicht ganz unwichtig. Dylan-Fans reisen erfahrungsgemäß aus dem gesamten Bundesgebiet zu den Konzerten ihres Idols an. Der Veranstalter rechnet damit, „dass sehr viele Auswärtige kommen werden“.

Außer in Tübingen wird Dylan in diesem Jahr nur noch an drei weiteren Orten in Deutschland auftreten: In Mainz, Bamberg und Lörrach. Einen besonderen Titel hat die Tournee nicht. „Wir nennen es einfach ,Bob Dylan and his Band live‘“, sagt Oßwald. Erfahrungsgemäß spiele der Meister ohnehin, wozu er gerade Lust hat.

Überzeugte Dylan-Fans stört das ebenso wenig wie die legendären Stimmungswechsel des Stars. Mal ist er richtig gut aufgelegt, mal nuschelt und krächzt er eher missmutig vor sich hin. Die Tübinger können sich jedenfalls darauf verlassen, dass Dylan akustisch gut rüberkommt: Er reist mit eigener Licht- und Tontechnik an.

Mit Dylan werde Tübingen langfristig auch als Konzertort interessanter, glaubt Oßwald. Die Agenturen der großen Stars fragten schließlich immer auch nach Referenzen. „Da konkurrieren wir natürlich mit Stuttgart, und in Zukunft können wir immerhin sagen, dass Bob Dylan in Tübingen war.“

Dass es nicht ganz billig war, Dylan nach Tübingen zu holen, verschweigt Marc Oßwald nicht. Aber: „Bei einem Musiker dieser Kategorie ist man einfach unendlich dankbar, wenn er überhaupt kommt.“

Ursprünglich wollte Oßwald seine Dankbarkeit übrigens einem anderen Weltstar bekunden: Lenny Kravitz. „An dem waren wir dran, aber es hat leider nicht geklappt.“ Vielleicht ja im nächsten Jahr.

InfoTickets für das Dylan-Konzert am 21. Juni gibt es heute ab 12 Uhr in den üblichen Verkaufsbüros. Die Tickets kosten 65 Euro. Inhaber der TAGBLATT-Card erhalten das Ticket im TAGBLATT-Foyer an der Uhlandstraße 2 zum Preis von 62 Euro.

Knockin’ on Tübingens Door: Ein Weltstar kommt
Dieses Bild von Bob Dylan entstand im Jahr 1991 bei einem Konzert in der Stuttgarter Schleyerhalle. Bild: Metz

Bob Dylan wurde 1941 als Robert Zimmermann in Duluth, Minnesota, geboren. Schon mit elf Jahren wollte er Gitarrist und Sänger werden. Im Jahr 1962 erschien sein erstes Album „Bob Dylan“. Mit dem zweiten Album, das im Mai 1963 herauskam, begründete er seinen Weltruhm: Auf „The Freewheelin‘ Bob Dylan“ findet sich unter anderem das Lied „Blowin‘ in the Wind“, das bis heute das meistgespielte Stück des Meisters ist. Sein jüngstes Album widmete Dylan dem Sänger und Schauspieler Frank Sinatra. Auf „Shadows in the Night“ singt Dylan ausschließlich Songs von Frank Sinatra, was bei den Kritikern weltweit erstaunlich gut ankam.

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13.03.2015, 12:00 Uhr
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