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Viel Rat ganz umsonst

Klima vor Ort: Bei der dritten Energiespar-Schau waren die Fachleute gefragt

Wie jeder für sich am besten Energie sparen kann und wie das auf gesellschaftlicher Ebene geht, das erfuhren am Wochenende rund 750 Besucher bei der Energiespar-Schau „Klima vor Ort“ im und beim Tübinger Landratsamt.

14.07.2013
  • Mario Beisswenger

Klima vor Ort: Bei der dritten Energiespar-Schau waren die Fachleute gefragt
Auch wenn sich der Andrang bei der Ausstellung zum Energiesparen im und beim Tübinger Landratsamt in überschaubaren Grenzen hielt – die 750 Besucher, die sich am ziemlich solaren Wochenende bei der „Klima vor Ort“ umsahen, waren für die Aussteller von besonderem Interesse. Denn viele von ihnen kamen mit ganz konkreten Fragen zu ganz konkreten Investitionsprojekten – und bekamen fachkundigen Rat. Bild: Faden

Tübingen. Viele investieren, ohne sich vorher beraten zu lassen.“ Das geht schief, wenn es ums Thema Energiesparen geht“, warnte Werner Walz seine Zuhörer. Der Finanzdezernent der Tübinger Kreisverwaltung empfahl zur Eröffnung der dritten Energiespar-Ausstellung „Klima vor Ort“ am Samstag, den Rat der Aussteller einzuholen. Insgesamt standen am Samstag und am Sonntag dreißig Technik-Anbieter, Baufinanzierer und Energieversorger dem interessierten Publikum Rede und Antwort.

Strategisch bot es sich für die Besucher an, ihren Rundgang bei der Agentur für Klimaschutz zu starten. Auch für Sanierungswillige sollte dies der erste Anlaufpunkt sein, fand Energieberater Matthias Intlekofer: „Ein Haus ist ein komplexes Ding mit vielen Puzzlesteinen.“ Eine neutrale und auch noch kostenlose Erstberatung bei der Agentur könne von Anfang an viele Probleme ausräumen.

Intlekofer wies auch auf die kostenlose Architekten-Sprechstunde hin, die jeden Donnerstag in Tübingen und jeden zweiten Samstag im Monat in Rottenburg angeboten wird. Als nächste Stufe sollte man sich dann bei einem professionellen Energieberater eine ausführliche und deshalb auch mit Kosten verbundene Analyse besorgen.

Vom einfachen Tipp bis zur Finanzplanung

Dieses Vorgehen unterstützen alle Firmen auf der Messe, die auch diesmal wieder vom Landkreis, von dessen Agentur für Klimaschutz und vom SCHWÄBISCHEN TAGBLATT organisiert wurde. Andres Lächele, Chef der Reutlinger Holzbaufirma Syndikat, schätzt diese Vorarbeit, weil der Kundschaft dann klar sei, dass eine Einzelmaßnahme oft wenig bringt. Sein Tipp ist ohnehin: „Langfristig ist ein Passivhaus das günstigste Haus.“ Mit sechsstelligen Beträgen allerdings nicht gerade das billigste.

Energiesparen, aber richtig: Die Ausstellung Klima vor Ort im Landratsamt

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Vom Radfahren und Spritsparen über den Umstieg auf LED-Leuchten bis hin zum Solardach – es gibt viele Wege zur Energiewende. Wer sich das breite Spektrum der Möglichkeiten vor Augen führen will, hat dazunoch am Sonntag Gelegenheit: bei der dritten regionalen Energiespar-Schau „Klima vor Ort“.

© Bleeser 00:59 min

Als Fensterbaufirma kann die Firma Gutbrod geringere Umbaukosten veranschlagen. Die Kundschaft sei durch die niedrigen Bankzinsen weiter motiviert, ins Haus zu investieren. Die Produktion in Bodelshausen sei derzeit auf zehn Wochen voll ausgelastet. Einen Rat gibt Verkaufsberater Michael Weiss grundsätzlich jedem: „Bei neuen Fenstern ist konsequentes Lüften notwendig.“

Schon ganz oft gehört? Auch die einfachen Tipps müssen immer wieder in Erinnerung gerufen werden. Harald Steinke, Bereichsleiter der Landesbausparkasse, wundert sich, dass viele nichts mit dem Kürzel KFW anfangen. Dabei kann man bei der staatlichen „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ die günstigsten Kredite bekommen. Steinke kümmert sich dann um das Nachfolgegeschäft, wenn etwa neben einem Fenstereinbau größere Sanierungen zu finanzieren sind.

Sehr spannend fanden viele Besucher die zum umfangreichen Vortragsprogramm gehörende Gesprächsrunde mit Stadtwerke-Geschäftsführer Achim Kötzle und zwei Solarstrom-Anbietern. Thomas Schneck vom Sachwertzentrum in Lustnau rechnete die individuellen Stromkosten aus mit einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach und einem Stromspeicher im Keller. Da seien Preise von deutlich unter zehn Cent pro Kilowattstunde durchaus möglich.

Pioniere und Profiteure der Energiewende

Achim Kötzle hielt dieses Vorgehen für sozial unausgewogen. Denn dann zahlten nur noch diejenigen über den Strompreis die Energiewende, die kein Geld für solche Investitionen haben. Almut Petersen, Vertriebsfrau vom auch in Hechingen ansässigen Solarunternehmen Grammer Solar, sah ihre Felle davonschwimmen: „Ohne solche Bürger hätten wir die Energiewende nicht.“ Es sei nun einmal so, dass diejenigen mit flüssigen Mitteln investieren und davon profitieren. Dieses Prinzip solle man doch nicht gerade im Energiebereich kritisieren.

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14.07.2013, 12:00 Uhr
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