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Illegale Kuster-Dinger

Kleidersammeln ohne jede Absprache mit der Gemeinde

Es passiert immer wieder. In Gemeinden tauchen Sammelcontainer auf, die dort nicht hingehören. In Kusterdingen haben Bauhof-Mitarbeiter jetzt zwei dieser Illegalen abgeräumt. Doch dabei blieb es nicht. Einer der Container bekam gestern sogar Flügel.

23.08.2012
  • Ulla Steuernagel

Kusterdingen. „Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgens auf, schauen aus dem Fenster und auf Ihrem Grundstück steht plötzlich ein unbekannter Container“, sagt die Kusterdinger Hauptamtsleiterin Christine Falkenberg. Diese Erfahrung – nicht als Privatmann oder Privatfrau, sondern als Gemeinde – machte Kusterdingen in den vergangenen Wochen.

Die Gemeinde hatte selbst einen Glascontainer im Gebiet Braike aufgestellt und, wie vom Himmel gefallen, stand plötzlich ein Kleidercontainer daneben. Auch in der Jahnstraße tauchte eines dieser Dinger auf. Beide Container waren allerdings mit niemandem im Rathaus abgesprochen. Egal wie gemeinnützig die Sammler sind, wer eine der großen Metallkisten irgendwo aufbaut, darf dies nicht nach Lust und Laune tun, sondern sollte sich vorher die amtliche Genehmigung holen. Da dies im Kusterdinger Fall aber nicht geschah und der Eigentümer auch nach offizieller Aufforderung durchs Rathaus nicht aktiv wurde, sammelte nun die Gemeinde die Kleidersammler ein.

Die Dinger standen nun abholbereit im Kusterdinger Bauhof. Doch ohne eine Einsammelgebühr hätte die Gemeindeverwaltung sie nicht wieder herausgerückt. Und siehe da, über Nacht scheint einer der beiden Container Flügel bekommen zu haben. Jedenfalls ist er nun weg, sehr zum Erstaunen von Bauhofleiter Carsten Göhner. „Absolut merkwürdig“ findet Göhner das.

Als Inhaber der Container weist sich die „Babynothilfe BNH e.V. – Familienhilfe“ in Dortmund aus. Eine Organisation, der in Rheinland-Pfalz erst vor zwei Wochen das Sammeln von Spenden verboten wurde. Damit darf sie dort auch keine Kleidercontainer aufstellen, denn diese erwecken den Eindruck, dahinter stehe eine gemeinnützige Organisation und die Kleider würden ganz oder teilweise für Spendenzwecke verwertet.

Sven Brauers, Sachbearbeiter bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Rheinland-Pfalz begründet das Sammlungsverbot der Babynothilfe damit, dass die Organisation nicht dem „Transparenzgebot“ entspreche. Sie habe nicht die angefragten Informationen über die Verwendungszwecke der Kleider gegeben. Außerdem sei gegen die Firma des stellvertretenden Vorsitzenden bereits ein Sammlungsverbot durch die ADD verfügt worden.

Warum jetzt nur einer der beiden Container vom Kusterdinger Bauhof verschwand, bleibt vorerst ein Rätsel. Göhner hat dafür jedoch eine Erklärung: „Es lag wohl an der Transportkapazität der Abholer.“

Kleidersammeln ohne jede Absprache mit der Gemeinde
Und da war es nur noch einer. Über Nacht bekam ein Container, der auf dem Bauhof-Gelände stand, Flügel.

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23.08.2012, 12:00 Uhr
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