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Kedi - Von Katzen und Menschen

Kedi - Von Katzen und Menschen

Dokumentarfilm über verwilderte Katzen in Istanbul und die Menschen, die sich um sie kümmern.

Kedi - Von Katzen und Menschen

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Kedi
Türkei 2017

Regie: Ceyda Torun
Mit: Bülent Üstün

79 Min. - ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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08.06.2017
  • Dorothee Hermann

Wie sieht eine Millionenstadt aus Katzenperspektive aus? Auf den ersten Blick könnte man meinen, die aus Istanbul stammende Regisseurin Ceyda Torun wolle den berühmten Ansichten vom Bosporus einfach eine besonders kuschelige hinzufügen. Die Kamera folgt Istanbuls Streunerkatzen in Cafés, auf Märkte und zu Fischhändlern.

Je nach Temperament warten die überlebenstüchtigen Samtpfoten geduldig, bis ein Bissen für sie abfällt – oder sie ergreifen selbst die Initiative und machen die schwerfälligen Menschen mit Nachdruck auf ihre Bedürfnisse aufmerksam.

Doch der Regisseurin geht es um mehr als um solche Schnappschussmomente. In Istanbul, Amman und New York aufgewachsen, hat sie die pelzigen Gefährten ihrer Kindheit am Bosporus nie vergessen und macht darauf aufmerksam, dass streunende Katzen seit Jahrtausenden Teil des Istanbuler Stadtbilds sind.

Die Tiere gehören niemandem, und dennoch fühlen sich Menschen für sie verantwortlich. Das zeitigt besondere Beziehungen und beschert dem Film neben den bemerkenswerten tierischen auch eine Reihe von menschlichen Protagonisten aus dem türkischen Alltag. Dabei ist die Filmemacherin keine Idyllikerin, und ihre Dokumentation ist keine Niedlichkeitsoffensive für die Erdogan-Türkei.

Einer der Katzenfreunde warnt, dass das neue Istanbul der aus dem Boden sprießenden Investoren-Hochhäuser nicht nur den Katzen keinen Raum mehr bietet: Auch die Lebensqualität der menschlichen Bewohner wird empfindlich beeinträchtigt, wenn Felder, Gärten und Parks verschwinden, und die Straßen so breit werden, dass sie fast nur noch für schnelle Autos taugen. An einer Wand blitzt kurz ein kleines Anti-Erdogan-Graffito auf.

Was aber braucht eine Metropole, damit sich ihre tierischen Maskottchen weiterhin in ihr wohlfühlen? Niemand sollte die Samtpfoten übergehen, schließlich haben sie, wie man im Film erfährt, im Laufe der Geschichte schon mächtige Reiche kommen und gehen sehen.

Wem Katzen gleichgültig sind, wird der Doku trotz dieser nachdenklichen Untertöne wenig abgewinnen. Doch Katzenliebhaber dürften begeistert sein, nicht zuletzt aufgrund der markanten Persönlichkeiten der Straßentiger. Kedi ist übrigens das türkische Wort für Katze.

Istanbul aus Katzenperspektive – ein so kuscheliger wie aufschlussreicher Anblick auch für Menschen.

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08.06.2017, 15:11 Uhr

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01.10.2017

12:52 Uhr

Dieter Dödel schrieb:

...unfassbar was in den Tübinger Kinos für ein Blödsinn läuft, anstatt strunzlangweilige dokus zu zeigen sollten sich v.a. die programm-kinos das durchaus reichhaltige sonstige programm mal anschauen - warum bspweise läuft hier nix vom rem-verleih (king hu klassiker, neue filme von sabu.....)? man fasst sich wirklich ungläubig an den kopp und möchte einfach nur heulen........



 
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