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Feuilleton

KLASSISCH: Klassiker der Filmmusik

Mit "Die Nibelungen" schufen Regisseur Fritz Lang und Drehbuch-Autorin Thea von Harbou zwischen 1922 und 1924 einen der größten, aufwändigsten und mit rund fünf Stunden längsten Stummfilm-Klassiker aller Zeiten. Der Film gliedert sich in die beiden Teile "Siegfried" und "Kriemhilds Rache" und orientiert sich an der Story der originalen Nibelungen-Sage, nicht an Wagners "Ring des Nibelungen".

12.09.2015
  • BURKHARD SCHÄFER

Auch die Musik, die Gottfried Huppertz (1887-1937) in Zusammenarbeit mit dem gesamten Filmteam komponierte, verwendet keine "Ring"-Motive, sondern erschafft ihren ganz eigenen Klangraum. Wie großartig und eigenständig dieser Raum ist, davon kann man sich dank der hervorragend edierten Box mit vier CDs jetzt buchstäblich ein Bild machen. Frank Strobel, einer der erfahrensten und besten Dirigenten auf dem Gebiet der Filmmusik, hat Huppertz' erste und stilbildende Komposition für dieses Genre jetzt zusammen mit dem hr-Sinfonieorchester für das Label Pan Classics (Vertrieb: Note 1) eingespielt.

Drei Fragen an. den Dirigenten Frank Strobel

Herr Strobel, was zeichnet die Nibelungen-Filmmusik aus, wie funktioniert sie?

Gottfried Huppertz schrieb das Werk im neo-romantischen Stil. Seine Musik schafft einen gewaltigen Klangraum, der die Wucht der Nibelungen-Saga suggestiv vergrößert. Dabei bedient sich der Komponist der Wagnerschen Leitmotivtechnik für Figuren, Handlungen und Symbole. So ist er im Stande, das Epos musikalisch-dramaturgisch zu erzählen und nicht nur die Filmsequenz zu illustrieren.

Wie "klassisch" ist Huppertz' Musik, etwa im Vergleich zu Wagners "Ring"-Tetralogie?

Ganz allgemein gesprochen, ist Filmmusik doch die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Und durch das moderne und stilbildende Verständnis des Komponisten Huppertz zur Rolle der Musik im Film - wie übrigens auch in seiner Musik zu "Metropolis" - steht seine großdimensionierte Nibelungen-Tonschöpfung meines Erachtens wie selbstverständlich neben Wagners Opus Magnum.

Welche Anforderungen stellt die Musik an den Dirigenten und das Orchester?

Die genau ausformulierten Bewegungsabläufe, Rhythmen und die spezifische Gestik der Musik von Huppertz erfordern von Dirigent und Orchester eine enorme Flexibilität im Umgang mit Tempo, Phrasierung und Agogik. Und da der Film sich ja nicht nach den Musikern richtet, sondern unerbittlich abläuft, bedeutet dies ein sich ständiges Orientieren am Filmbild, ohne sich diesem komplett auszuliefern.

KLASSISCH: Klassiker der Filmmusik

KLASSISCH: Klassiker der Filmmusik

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12.09.2015, 12:00 Uhr
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