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In der Manege ist er der Chef
Martin Lacey schmust mit seinen Löwen. Foto: Circus Krone
Dressur

In der Manege ist er der Chef

Martin Lacey zeigt die größte Raubtiershow der Welt. Für Zirkus-Gegner ist er eine Reizfigur.

11.11.2017
  • RAIMUND WEIBLE

Stuttgart. Demonstrativ selbstbewusst bewegt sich Martin Lacey in der Manege, jeder Schritt sagt: „Ich bin hier der Chef!“ Der gut 1,90 Meter große Mann zeigt die größte Raubtier-Show der Welt, arbeitet mit bis zu 26 Löwen und Tigern im Käfig. Die Show von Lacey ist die Hauptattraktion des Circus Krone, der noch bis Sonntag auf dem Cannstatter Wasen gastiert. Und der 40-jährige Lacey ist zugleich eine Reizfigur für die Gegner von Wildtier-Auftritten im Zirkus.

Ab 2019 sollen solche Vorführungen auch auf dem Wasen verboten sein, so hat es der Gemeinderat beschlossen. Lacey hofft auf ein Umdenken und wünscht sich, dass sein Publikum Druck auf die Politik macht. Der Engländer, der gut deutsch spricht, ist überzeugt davon, dass dieses Krone-Gastspiel in Stuttgart nicht das letzte sein wird. Er und der Krone-Tierschutzbeauftragte Frank Keller weisen immer wieder darauf hin, dass der Begriff Wildtiere in Bezug auf die Löwen irreführend sei. Die Raubtiere seien Zirkus-Tiere in der 16. Generation, hätten ein Leben in Freiheit nie gelernt.

Doch Schoßhündchen sind die Lacey-Löwen nicht, auch wenn viele von ihnen sichtlich gern mit ihrem Tierlehrer schmusen. Um vor Überraschungen gefeit zu sein, beobachtet er vor jeder Vorstellung die Großkatzen genau. Hat eine Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen? Er fragt auch die Tierpfleger, ob es Kämpfe zwischen den Tieren gegeben habe. Ohne eine solche Vorbereitung sei es „zu gefährlich“, sich in einen Käfig mit 26 Löwen und Tigern zu begeben.

Wenn er vor der Show ein Weibchen berührt hat, desinfiziert Lacey seine Hände, um die männlichen Löwen nicht zu irritieren. Es geht viel über den Geruch. Einmal reagierte ein Löwe böse auf ihn, später stellte sich heraus, dass in der Wäscherei das Waschmittel gewechselt worden war, und das konnte der Löwe nicht riechen.

Die Narbe an der Stirn stammt aus der Zeit des jungen Laceys als Amateurboxer in der Heimat England. Er zeigt seine Hände vor: Da sind ein paar Kratzer zu sehen, verursacht im Umgang mit den Großkatzen. Aber er sei nie von einem Tier attackiert worden. „Ich hoffe, dass es so bleibt“, sagt Martin Lacey und klopft auf das Holz eines Pfosten im Vorzelt der Manege. Raimund Weible

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11.11.2017, 06:00 Uhr
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