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Hobbit mit halber Kraft

In Tübingen läuft die Tolkien-Verfilmung mit herkömmlicher Bildrate

3D-Kino ist schon wieder eine olle Kamelle, der letzte Schrei ist 3D-HFR - in Tübingen allerdings erst in der Zukunft.

12.12.2012
  • Klaus-Peter Eichele

In Tübingen läuft die Tolkien-Verfilmung mit herkömmlicher Bildrate
Beam me up, Bilbo: Martin Freeman als Ober-Hobbit in Peter Jacksons neuem Blockbuster.

Ausgeschrieben heißt HFR "High Frame Rate" und bedeutet, dass ein Film nicht wie seit mehr als 80 Jahren üblich mit 24, sondern mit 48 Bildern pro Sekunde auf die Leinwand projiziert wird. Mit Peter Jacksons "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" kommt am 13. Dezember der erste Film in diesem neuen technischen Format in die Kinos. In Tübingen müssen die Zuschauer auf die Innovation allerdings vorerst verzichten - hier läuft die Tolkien-Verfilmung noch mit herkömmlicher Bildrate.

Der Grund: Weil Kinobetreiber Volker Lamm schon früh - vor zweieinhalb Jahren - auf den 3D-Zug gesprungen ist, lassen sich seine relativ alten Beamer in der Blauen Brücke nicht aufrüsten. Ein kompletter Austausch des Equipments ist ihm aber momentan zu teuer. "Ich habe 1,2 Millionen Euro in die Digitalisierung von Blauer Brücke und Museum gesteckt. Jetzt brauche ich eine Pause", so Lamm.

Hinzu komme, dass HFR nicht unumstritten ist. Die höhere Frequenz macht das 3D-Bild zwar schärfer und ruckelärmer, besonders bei schnellen Bewegungen und Schwenks, aber angeblich auch steriler; Kritiker sprechen von einem "Seifenopern-Look". Von Kollegen hat Lamm auch gehört, dass Zuschauern vereinzelt übel werde.

Jetzt im Kino: Mit Peter Jackson zurück nach Mittelerde - "Der Hobbit"

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Jetzt im Kino: Mit Peter Jackson zurück nach Mittelerde - "Der Hobbit" --

02:19 min

Überprüfen kann man das etwa in Reutlingen oder Hechingen, wo einzelne Kino-Säle zum "Hobbit"-Start fit für HFR gemacht worden sind. Aber auch die Tübinger müssen sich nicht ewig gedulden: "Wenn weitere Filme in diesem Format kommen, werde ich nachziehen", verspricht Volker Lamm - und hat dabei wohl James Camerons Avatar-Fortsetzungen im Blick, die sogar mit 60 Bildern pro Sekunde projiziert werden sollen.

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12.12.2012, 12:00 Uhr

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Schlichtweg genial ist an diesem strunzöden, oft lachhaften, aber nie wirklich lustigen Film eher mal gar nix. der Humor ist seicht, platt und bemüht, was dann gar mehr an einen teutonischen Genrevertreter gemahnt. von französischer Leichtigkeit und Spritzigkeit iss hier nix zu sehen. Einzig das engagierte Spiel der immer irgendwie knuffigen, sympathischen Virginie Efira rettet die cineastische Stinkbombe vor dem Totalabsturz. Um den Tagblatt-Kritiker indes muss man sich langsam wirklich Sorgen machen ...
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