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Wir berichteten über den Zirkus Knie

Im-Kreis-Gehen

Auch wenn sich ein Zirkus noch so vorbildlicher Tierhaltung rühmt wie der soeben inTübingen gastierende Charles Knie, bleiben Tierschützerskeptisch (18. August).

19.08.2010

Der im Artikel hochgelobte Zirkus „Charles Knie“ ist keinesfalls, wie suggeriert, lustige Unterhaltungsmöglichkeit für Jung und Alt, sondern, im Gegenteil, perfide Machtdemonstration des Menschen. Im „artenreichsten Zirkus Deutschlands“ werden zahllose Tiere in vollkommen inadäquater Art und Weise gefangen gehalten und gequält.

Zirkustiere leiden erwiesenermaßen unter zu engen Käfigen und der konstanten Belastung durch stetes Reisen. Dies zeigt sich an prägnanten krankhaften Verhaltensweisen wie stetigem Im-Kreis-Gehen bei Raubtieren, Hin-und Herschwingen des Kopfes bei Elefanten und so weiter.

Schon im vergangenen Sommer bot die Stadt Tübingen dem Zirkus „Universal Renz“ ein herzliches Willkommen, bei dessen Tieren die aufgezählten Verhaltensweisen durchweg beobachtbar waren. Will eine Stadt und ihr renommiertes TAGBLATT Tierquälerei und Ausbeutung derart weiter stützen?! Nicht genug der Tatsache, dass derartigen Zirkussen ein Forum geboten wird, sie werden auch noch in propagandistischer Manier von der Tageszeitung beworben.

Für tierfreie Zirkusse! Jongleure und Artist(inn)en sollten sich auf eigene Kunstfertigkeit berufen und nicht auf durch Zwang abgerichtete Tiere!

Manuel Angermann, Tübingen

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19.08.2010, 12:00 Uhr
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