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Die Abräumer kommen

Illegale Sammelcontainer für Kleider werden in Tübingen derzeit beseitigt

Vor kurzem waren Kleidersammler illegal in Kusterdingen unterwegs. Auch in Tübingen hat der Bauhof nun Sammelcontainer einkassiert. Denn es ist nicht erlaubt, sie auf städtischem Grund aufzustellen.

06.09.2012
  • von Ulla Steuernagel

Tübingen. Der Tübinger Gemeinderat hat entschieden, dass keine Kleidercontainer in der Stadt aufgestellt werden dürfen. Es sei denn, eine Organisation erhält eine Sondererlaubnis. Die Container, die auf städtischem Grund stehen, sind also alle illegal. Egal wie eigen- oder gemeinnützig die Zwecke der Sammlung sind.

Rainer Kaltenmark vom Ordnungsamt verschickte deshalb im Mai ungefähr ein Dutzend Briefe an verschiedene Aufsteller, in denen sie aufgefordert wurden, die Container sofort wieder abzuholen, andernfalls würden diese kostenpflichtig und mit Bearbeitungsgebühr beseitigt. Mindestens 200 Euro, so schätzt er, werde diese Aktion dann jeden Einzelnen kosten.

In den Containern werden Kleider für die Johanniter-Unfallhilfe wie auch die Babynothilfe Dortmund gesammelt. Sie stehen auf städtischem, teils auch auf privatem oder kirchlichem Grund. „Wenn Privatleute ihre Flächen zur Verfügung stellen, können wir nichts machen“, so Kaltenmark.

Meist aber bevorzugen die Kleidercontainer Orte, an denen auch schon städtische Glassammler stehen. Was dann zu einer schnellen Vermüllung des Areals führt. Gerade erst ließ das Ordnungsamt zwei Kubikmeter Sperr- und Glasmüll beim Stauwehr abtransportieren. In solchen Fällen wird der Müll sogar detektivisch untersucht. Im aktuellen Fall wurde man fündig, man fand Papiere mit Namen und Adressen. „Die kriegen eine saftige Rechnung“, prophezeit Kaltenmark.

Die Kleidercontainer-Aufsteller erweisen sich trotz städtischer Intervention als recht unerschrocken. Die in Dortmund ansässige Babynothilfe beispielsweise darf (wie berichtet) in Rheinland-Pfalz nicht mehr sammeln. Sie hat den Behörden keine Auskünfte über sich und ihre Spendenabgaben erteilt und kam damit ihrer Transparenzpflicht nicht nach.

„In der Szene tummeln sich immer mehr schwarze Schafe, die auf die Untätigkeit der Behörden spekulieren.“ Andererseits weiß Kaltenmark, dass der Altkleidermarkt derzeit eine lukrative Sache ist. „Das Geschäft muss sich lohnen, wenn auch Strafen billigend in Kauf genommen werden.“

Heute und morgen wird der städtische Bauhof weitere vier bis fünf illegale Boxen unter seine Fittiche nehmen. Anders als in Kusterdingen bleiben sie in Tübingen jedoch unter Verschluss, sodass sie nicht einfach über Nacht Flügel bekommen können. Die Aufsteller werden also in jedem Fall zur Kasse gebeten.

Illegale Sammelcontainer für Kleider werden in Tübingen derzeit beseitigt

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06.09.2012, 12:00 Uhr
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