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Mehr als 9000 Besucher bei der TAGBLATT-Messe

Ideen von nah und fern für „Garten und Gaumen“

Die Besucher lobten die Vielfalt, die 90 Aussteller freuten sich vor allem am Sonntag über den Andrang: Die vierte Auflage der TAGBLATT-Messe „Garten und Gaumen“ am Wochenende am alten Tübinger Schlachthof und in der Shedhalle kam prima an.

19.04.2015
  • Matthias Reichert

Tübingen. „Hier findet man neue Ideen“, lobte die Tübingerin Sonja Seifert. Sie war am Samstag auf der Messe „Garten und Gaumen“, hat sich umgeschaut und dann daheim überlegt, was in den Garten passt. Tags darauf hat sie sich mit Pflanzen und Kräutern eingedeckt. Sonntags strömten die Massen, am Samstag pfiff der Wind noch kühl. „Am Samstag sind es immer etwas weniger Besucher“, bilanzierte ein zufriedener Jürgen Hagemann vom TAGBLATT, der die Messe mit Lisa Futter organisiert hat. Insgesamt schätzt er den Andrang auf mehr als 9000 Gäste.

Schönes und Leckereien bei der Garten und Gaumen

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Schönes und Leckereien bei der Garten und Gaumen --

02:36 min

Vor allem am Sonntag waren die Bierbänke vollbesetzt. Nachmittags spielte Musik, während sich die Gäste an Flammkuchen, Crêpes, Holzofenbrot, Zwiebelkuchen oder Krustenbraten labten. „Wir haben so viele Aussteller wie noch nie“, so Hagemann. „Wir mussten sogar einigen absagen, weil wir schon genug Essensstände hatten.“ Nur eines hat nicht ganz geklappt: „Wir hätten gerne mehr Blumen im Angebot gehabt“, bedauert Hagemann. „Aber kommendes Wochenende ist Tag der offenen Gärtnerei, und das kriegen die hiesigen Gärtnereien mit dem Personal nicht hin, weil sie da ebenfalls durcharbeiten müssen.“

Kakteen bis Natursteine

Dafür gab es etwa Stauden und Kräuter bei Erika Jantzen von „Der dufte Laden“ aus Tübingen. Oder unzählige blühende Kakteen im „Kakteengarten“ von Hans Graf aus dem bayerischen Oettingen „Mein Vater hat im Großhandel angefangen, seit 2007 hat er den Kakteengarten“, sagte Tochter Manuela. Die Familie ist bundesweit auf Messen, bis Berlin fahren sie. In Tübingen waren sie noch nicht, aber schon mehrfach auf der „Garden Life“ in der Nachbarstadt Reutlingen.

Ideen von nah und fern für „Garten und Gaumen“
Vor allem am Sonntag strömten bei strahlendem Sonnenschein die Besucher aufs Tübinger Schlachthausgelände. Bild: Metz

Bei den rund 90 Ausstellern ging es um E-Bike-Motoren und Balkone, es gab die angeblich gesündeste Frucht der Welt – Açai aus Brasilien – und Saft aus Streuobst. Drei Alpakas entzückten die Kinder. Der Tübinger Natursteinpark Rongen bearbeitete Steine und informierte über sein 20 Hektar großes Lager, für das er einen neuen Standort sucht. Es gab Honig aus eigener Imkerei, Soßen aus Ammerbuch, Trüffelpflanzen aus Dußlingen, Alblinsen aus dem Zollernalbkreis und Spargel aus Bayern.

Die Hobbykünstlerin Petra Sauter aus Rottenburg verkaufte am Einlass frostsichere Keramik: „Frostsicher wird die, indem man sie ziemlich heiß brennt.“ Der Verein Karibu bot daneben Schmuck aus Papier für Hilfsprojekte in Uganda feil. Den Schmuck stellen dort alleinerziehende Frauen aus Altpapier her, sagte der Ehrenamtliche Andreas Straub aus Reutlingen. Und so wird der Schmuck gebastelt: „Dreispitzgeschnitten, eingekleistert, aufgerollt.“

Korbmachermeisterin Martina Fuchs aus Wendelsheim zeigte, wie sie gebrauchte Stühle in originaler Technik mit Naturmaterialien neu beflechtet. Die Möbelrestauratorin erneuert seit 15 Jahren Stühle: „Das sind alte Design-Klassiker, wie sie in vielen Wohnzimmern stehen“. Bis aus dem Saarland kommen Kunden, die meisten aber aus der Region.

In Workshops konnte man Gartenstäbe aus Weiden flechten oder zwei leckere Gänge grillen. Vorträge informierten über Öl und Weine. Ein Highlight: die Skulpturen des 64-jährigen Recycling-Künstlers Wolfgang Gerst aus Friesenheim im Schwarzwald. „Das mache ich schon mein ganzes Leben“: Der gelernte Werkzeugmacher bastelt filigrane Krokodile, Harlekine und Elefanten aus alten Schrauben, Muttern und Elektromotoren.

Das Oldtimer-Museum „Boxen stop“ lockte die Messe-Besucher mit reduziertem Eintritt. Auf dem Messegelände stand ein chromblitzender Alvis TA 14, Baujahr 1947, aus England mit dem Schild: „Mich können Sie mieten.“ Boxenstop-Chef Rainer Klink verriet: „Von der Karosserie sind etwa 20 gebaut worden.“ Klink war des Lobes voll für „Garten und Gaumen“: „Ein toller Markt, tolle Leute – Gratulation ans TAGBLATT.“

Kräuter en gros in hunderten Töpfchen bot die Gärtnerei von Ilona und Uwe Stifel aus Starzach-Bierlingen feil: Baumspinat, Rosen-Weihrauch und Hängender Salbei darunter. In ihrer Gärtnerei verkaufen sie tausend verschiedene Kräuter, erzählte Ilona Stifel. Auch chinesische und indische Heilkräuter – aber für die war es auf der Messe zu kalt. Die Gärtnerei hat vor vier Jahren auf Kräuter umgesattelt – „weil Zierpflanzen nicht mehr laufen“, so Ilona Stifel. „Die bieten mittlerweile alle Supermärkte an.“

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19.04.2015, 12:00 Uhr
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