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Die Mumie aus der Erste-Hilfe-Box

Halloween-Verkleidungstipps in letzter Minute

Es ist kurz vor Halloween, Grusel-Fans sind in Feier-Stimmung – aber die passende Verkleidung fehlt. Für diesen Fall haben wir einige Last-Minute-Tipps.

27.10.2017
  • MATTHIAS JEDELE

Mit Halloween verhält es sich wie mit dem Karneval. Kurz vorher fällt einem plötzlich ein, dass man ja noch gar kein partytaugliches Kostüm hat. Zwar bieten auch immer mehr Kaufhäuser eine kleine Abteilung mit Verkleidungs-Utensilien an, doch dort ist das richtige Outfit, auf den letzten Drücker, nur äußerst selten zu finden und wenn einem etwas gut gefällt, dann stimmt meist die Größe nicht.

Wenn dann im Zeitalter von Internetshopping selbst die Expresslieferung keine sichere Zustellung gewährleisten kann, setzt hier und da die berühmte Torschlusspanik ein. Doch kein Grund zur Sorge – der eigene Kleiderschrank und auch das häusliche Inventar gibt mit ein bisschen Kreativität auch einiges her.

Zombie-Look

Wer wie von den Toten auferstanden aussehen möchte, benötigt einfach ein paar Kleidungsstücke, die sowieso demnächst in den Altkleider-Container gewandert wären. Diese zerreißen oder bei den Hosen die Beine abschneiden. Die Klamotten dann einfach mit etwas Matsch aus dem Garten oder Wald beschmutzen und trocknen lassen. Wem das zu dreckig ist, kann die Kleidungsstücke alternativ rasch noch beim Hausputz zum Staubwischen benutzen. Wahlweise können ganz Mutige auch vorsichtig mit einem Feuerzeug Löcher in die Kleidung brennen. Hier ist es jedoch ratsam dies im Freien zu machen und einen Eimer mit „Löschwasser“ bereitzuhalten. Blutspritzer aus Kunstblut, Nagellack oder Lebensmittelfarbe verleihen dem Look das gewisse Grusel-Etwas. Zum Schluss die Haut hell und dreckig schminken und die Haare wild in alle Richtungen stylen.

Horror-Doktor

Für den ärztlichen Horrorlook empfiehlt sich natürlich weiße Kleidung, idealerweise einen Kittel oder alternativ ein viel zu großes Hemd. Mit Kunstblut, Lebensmittelfarbe oder rotem Nagellack unzählige Spritzer auf der Kleidung verteilen. Wer hat, kann noch eine mit Kirschsaft gefüllte Spritze oder ein „blutverschmiertes“ Messer in die Hand nehmen, um die anderen Partygäste damit zu erschrecken. Das Kostüm lässt sich mit einem Häubchen auch prima zur Horror-Krankenschwester umwandeln. Der Suche nach dem nächsten Patienten steht somit nichts mehr im Weg.

Mystische Wahrsagerin

Halloween-Verkleidungstipps in letzter Minute
Wahrsager-Glaskugel. Foto: © Fer Gregory/Shutterstock.com
Für das ideale mystische Wahrsagerinnen-Kostüm wird ein Rock, mehrere Lagen an farbigen Blusen, ein Halstuch und ein Poncho benötigt. Auf den Kopf gehören ein altmodisches Kopftuch, und als Accessoires nutzt man auffälligen Schmuck wie klimpernde Armreife und große Ohrringe. Perfekt macht das Outfit eine bunte „Wahrsager-Glaskugel“. Wobei: Im Notfall tut es auch eine Tasse mit Kaffeesatz.

Kleine Gespenster

Für Kinder bietet sich das ganz klassische Kostüm als Gespenst an. Dafür wird ein weißes Bettlaken an einer Baseball-Kappe befestigt. Hierfür eignen sich Wäscheklammern oder doppelseitiges Klebeband. Eine Schere sorgt für die zwei Löcher für die Augen. Doch Vorsicht: Das Laken sollte nicht zu lang sein, da sonst Stolpergefahr besteht.

Mumie

Mullbinden aus der Erste-Hilfe-Box über Nacht mit Schwarztee einfärben und trocknen lassen. Statt der Mullbinden kann man auch ein in Streifen geschnittenes weißes oder beiges Bettlaken verwenden. Als Basis für das Kostüm eine beige oder weiße Hose und ein langärmliges Shirt, ebenfalls in beige oder weiß anziehen. Mit Stoffstreifen oder Mullbinden umwickeln und diese mit doppelseitigem Klebeband fixieren. Zum Schluss noch das Gesicht grau/weiß schminken und die Augenpartien mit einem Kajalstift schwärzen. Fertig ist das Ungeheuer aus dem Sarkophag.

Welchen Ursprung hat das Gruselfest?

Das Halloween-Fest stammt ursprünglich von den britischen Inseln. Irische Einwanderer brachten es nach Nordamerika. Dort entwickelte sich das Fest eigenständig weiter und wurde später auch in Europa verbreitet. Zur Entstehung gibt es verschiedene Theorien:

Die Kelten glaubten, dass nur am Vorabend von Allerheiligen sich die Welt der Lebenden und die der Toten vermischt. Damit die Geister der Toten nicht von ihnen Besitz ergreifen konnten, verkleideten sie sich und zogen lautstark durch die Gegend, um die Geister abzuschrecken und zu vertreiben. Eine andere Theorie ist, dass der ärmere Teil der englischen Bevölkerung an Allerheiligen um Gaben bat. Dem volkstümlichen Glauben nach konnte man das Leid der Verstorbenen im Fegefeuer durch Geschenke und Mitgefühl an Bedürftige lindern. ⇥mm

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27.10.2017, 06:00 Uhr
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