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Hallam Foe - this is my story

Der Himmel über Edinburgh leuchtet für einen ungewöhnlichen Voyeur.

Der Himmel über Edinburgh leuchtet für einen ungewöhnlichen Voyeur.

HALLAM FOE
GB

Regie: David Mackenzie
Mit: Jamie Bell, Sophia Myles, Ciarán Hinds, Jamie Sives

- ab 0 Jahren

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24.11.2015
  • von Dorothee Hermann

Der 17-jährige Hallam (Jamie Bell aus „Billy Elliot“) legt eine Distanz zwischen sich und die anderen. Sie sind hinter der Scheibe, er davor – vielleicht ist es auch umgekehrt. Um diesen Abstand zu durchbrechen, benützt er sein Fernglas. Akribisch macht er sich Notizen darüber, was er sieht. Doch man ahnt bald, dass dieser Junge nicht einfach ein Spanner ist. Auch wenn es schwer danach aussieht, was er in seinem komfortablen Baumhaus treibt.

Erst allmählich erfährt man, dass es mehr ist als die üblichen Pubertätsprobleme, was Hallam in diese Isolation treibt. An diesen provisorischen Ort zwischen Himmel und Erde, in der Schwebe. Dass das kein Dauerzustand sein kann, weiß er schon, bevor seine (aus seiner Sicht) dämonische Stiefmutter ihn grob darauf stößt. Hallam haut ab nach Edinburgh.

Nur die Kamera ist immer auf seiner Seite. Das Licht dieser Aufnahmen wirkt, als hätte es Hallams Klarsichtigkeit und verletzliche Einsamkeit in sich aufgesogen. Vielleicht ist es auch einfach das schimmernde Licht von Edinburgh, vom Meer her.

Hallam selbst hat dafür nicht unbedingt einen Blick. Er ist unterwegs – auf Treppen, Dächern, unwahrscheinlichen Durchgängen. Findet sich eine illegale Unterkunft, deren kreatives Chaos genau an das Baumhaus erinnert. Das Dachzimmer liegt hinter einer riesigen Uhr, hinter der Zeit. Dem Zifferblatt fehlt ein Stückchen: Ideal, um ein Fernglas dort aufzusetzen. Aber diesmal konfrontiert ihn seine Obsession mit Kate (Sophia Myles). Mit ihr hat er nicht nur in der Phantasie zu tun. Sie wird sich anders auf ihn einlassen, als er sich das ersehnt.

Beinahe wünscht man sich ein versöhnlicheres Ende. Feinster Britpop (unter anderen von Franz Ferdinand) gibt den geschmeidigen Soundtrack dazu. Regisseur David Mackenzie trug seine ungewöhnliche Perspektive aufs Erwachsenwerden einen Silbernen Berlinale-Bären ein

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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