Tübingen

Grüne Oasen

Von Birgit Fritz, Tübingen

Die Stadtverwaltung informierte über die Zukunftsplanung der Tübinger Weststadt („Gemeinsam Großes schaffen“, 30. November).

3000 Einwohner mehr in der Weststadt ist nicht wenig. Es geht um große Areale mit dichter Bebauung und entsprechend großen Gebäuden. Da werden zum einen natürlich bereits versiegelte, ungenutzte Flächen überbaut, das ist auch richtig so. Zum anderen werden aber auch Flächen bebaut und versiegelt, die bisher grün sind. So das Gewerbegebiet Aischbach II, am Kupferhammer, in Teilbereichen auch Zoo, westliche Sindelfinger Straße, Hagellocher Weg, im Park bei der Job-Börse (alte Integrata) und auch noch der Genkinger-Platz bei der Hepper-Halle. Flächen, die neu versiegelt werden, kann man nicht ersetzen, es sei denn, man entsiegelt andernorts. Somit reduziert sich die Leitlinie „Grüner werden“ auf die intensivere Gestaltung im Innenraum, also noch vorhandene Freiflächen zu Grünflächen mit Aufenthaltsqualität und ökologischer Vielfalt. „Freiflächen sichern und aufwerten, Oasen schaffen“ und anderes sind Punkte dieser Leitlinie. Sie wurden nicht flächendeckend berücksichtigt. Im Westen sind neue gestaltete Grünflächen vorgesehen. Vom Aischbach bis zur Innenstadt bleiben die begrenzten Flächen an der Ammer und der neue Spielplatz, beides schon jetzt oft voll. Man darf den alten Integrata-Park und den Genkinger-Platz nicht dem Urbanen opfern. Sie werden als grüne Oasen, als Freifläche gebraucht, wie auch immer gestaltet. Insbesondere der Genkinger-Platz, hier kommen fast alle vorbei auf dem Weg in die Stadt, zur Schule oder Uni, 3000 neue Einwohner brauchen auch Freiräume, Treffpunkte und Grün.


Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

(c) Alle Artikel und sonstigen Inhalte der Website sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.


02.12.2017 - 01:00 Uhr