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Gerammelt volles Hasenheim

Von jon

Kleintiere sind offenbar wieder im Kommen: Bestens besuchte Jungtierschau der Züchter in Nehren.

Gerammelt volles Hasenheim

Kaum Lampenfieber: der Nachwuchs der Zwergsatin rot bei der Jungtierschau in Nehren. Bild: Rippmann

Der Kleintierzuchtverein Nehren hat durchdringende Sprachrohre: Hähne krähen lauthals die Bude voll, ein „Ardenner, goldhalsig“ tut sich besonders hervor. Am Wochenende haben die Nehrener Züchter Jungtierschau gehalten. Das Hasenheim war gerammelt voll, „es war die Hölle los,“ sagte Vorsitzender Hartmut Rinn. 250 Tiere insgesamt waren ausgestellt, 130 Kaninchen und 120 Tauben und Hühner, sehr große „Brahma, silberfarbig gebändert“ und aparte „Federfüßige Zwerghühner, goldporzellanfarben“. Oder „Hasenkaninchen“, die aussehen wie Wildhasen, aber nicht mit diesen verwandt sind.

Der Besucher waren noch mehr, darunter viele Kinder, von den Eltern herbegleitet. Für sie war ein eigener kleiner Zoo aufgebaut, mit Rebhühnern, Pfaufasanen und schwarzen Zwergwidder aus der Liststraße. Dazu unglaublich süße und viel bestaunte „Zwergsatin“-Kaninchen, mit seidig glänzendem Fell, eine Mutter mit drei Kleinen, noch nicht mal vier Wochen alt.

Besonders anziehend auch die „Zwerg Amrocks“-Hühner, bewertet wie auf dem Laufsteg bei Heidi Klum: „Fein im Typ, sehr gute Form.“ Scharfe Preisrichteraugen entdeckten aber bei Kaninchen auch Mängel, etwa eine Zahnmissbildung, einen Spaltpenis und ein „abnormes Geschlechtsteil“ (groß wie ein Viertel Streichholz).

Offensichtlich sind Kleintiere wieder im Kommen: Aus Stuttgart kam eine Familie, so Rinn, die sich erläutern ließ, wie die Aufzucht funktioniert – und er lobte die aktive Jugendabteilung des Vereins, mit solchen Fachleuten wie Paula Korfmann und Paul Klett.


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04.09.2017 - 01:00 Uhr