Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Geheime Staatsaffären

Eine hinreißende Isabelle Huppert in einem Kammerspiel um Macht und Integrität.

Eine hinreißende Isabelle Huppert in einem Kammerspiel um Macht und Integrität.

LIVRESSE DU POUVOIR
Frankreich

Regie: Claude Chabrol
Mit: Isabelle Huppert, Francois Berléand, Patrick Bruel

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
24.11.2015
  • Dorothee Hermann

Ein Mann, der sich kratzt, sitzt vor einer so klugen wie auffallend eleganten Frau: Richterin Jeanne Charmant-Killman (Isabelle Huppert) reduziert den Vorstandsvorsitzenden Humeau im Nu auf solche kleinen Schwächen, denn im Knast gibt es keine Medikamente gegen seine Hautkrankheit.

Es ist der Auftakt eines wichtigen Falles, bei dem es um gigantische Veruntreuungen in Staatsunternehmen geht. Jeanne, bei der Gegenseite auch als „Piranha“ bekannt, schafft es bald, immer tiefer in die illegalen Verflechtungen einzudringen. Spätestens nach einem dilettantischen Mordanschlag kann sie den Fall nicht mehr von ihrem Privatleben trennen. In gewisser Weise teilt sie die versehrte Intimität Humeaus, denn fortan folgen zwei Leibwächter ihr bis in die Wohnung. Dort trauert ihr Mann darüber, wie sehr sie sich von ihrer Arbeit beanspruchen lässt.

Von Jeannes Ermittlungserfolgen erfährt man nur noch nebenbei, wenn jemand wie aus dem Off die letzte Zeitungsmeldung zitiert. Die direkten Gespräche mit den Verdächtigen aus den Chef-Etagen bleiben seltsam substanzlos. Auch wird, wer ins Visier der Justiz geraten ist, anscheinend schnell und geschmeidig ausgetauscht. Eine unabhängige Perspektive leistet sich allenfalls Jeannes blendend aussehender Neffe: „Du bist wie jeder andere“, sagt er ihr einmal, „du hast die Macht, die man dir zugesteht.“

Altmeister Chabrol hat sich von der Korruptionsaffäre um das Staatsunternehmen Elf-Aquitaine in den neunziger Jahren anregen lassen.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
29.07.2006

12:00 Uhr

schwibi schrieb:

An sich sehr guter Film mit kleinen Schwächen. Dennoch sehenswert!



28.07.2006

12:00 Uhr

Betty schrieb:

Wer nicht schlafen kann, möge sich diesen Film anschauen, denn einschläfernder kann ein Film kaum sein. Man ärgert sich danach richtiggehend: Im Prinzip bietet die Thematik genug Stoff für einen interessanten Film, doch irgendwie haben die Macher es hier geschafft, auch wirklich alles zu verhunzen, was nur geht. Der Zuschauer sucht verzweifelt nach irgendeinem Spannungsbogen während er sich durch pseudoaussagekräftige Kameraeinstellungen, farblose Darsteller und stinklangweilige Dialoge quälen muß. Absolut daneben.



25.07.2006

12:00 Uhr

Volker schrieb:

Mit einem Wort: Langweilig
Mit mehreren Worten: Unglaublich langweiliger Film, keine Handlung, keine Spannung, kein Humor, man quält sich bis zum Schluss der dann noch nicht mal ein richtiger ist. So wie der Film endet hätte man ihn auch an jeder beliebigen anderen Stelle beenden können, dem Publikum wäre vergeudete Zeit erspart geblieben.
Ich hätte, so wie es viele andere taten, das Kino vorzeitig verlassen sollen.



 
Aus der Filmregion
Neueste Artikel
Kuba zu Gast beim Cine Latino Die Zukunft hinter sich gelassen
Am Mittwoch startet das Filmfest Cine Latino Wahlkampf mit Thriller-Qualität
Mit Baby ging es langsamer voran Videotagebuch einer Reise um die Welt
Zuletzt kommentiert
...  Der beste Film, den ich seit langem gesehen habe: Unterschiedliche Protagonisten versuchen jeder auf seine Art, sich durch das Menschenaffentum zu schlagen. Sie tun das mit Witz, Einfallsreichtum und Zusammenhalt. Zunächst will ihnen das auch gelingen, dann werden Ihnen doch zu viele Steine in den Weg gelegt. Die Aufnahmen der einzelnen Szenen sind grandios, die Musik ist spitze, und die Handlung ist bitter-böse-humorvoll. Gut fand ich die Szene, als der Typ bei der Polizei sitzt und die seine Finger anbscannen und seine Hand in einen Scanner legen. Und dann das Geräusch von diesem absurden Gerät in die Stille des Kinosaals hinein, super! Oder der Bulle, dessen Finger wie eine blinde Krähe über der Tastatur kreist, bevor sie dann gnadenlos zuschlägt
Herr Gscheitle über Die andere Seite der Hoffnung
Aus der Filmwelt
Neueste Artikel
Michael Ballhaus ist im Alter von 81 Jahren gestorben Der Zauberer mit der Kamera
TV-Zeitreise ins Berlin des Kalten Kriegs Romeo im Dienste der Stasi
Interview mit „Charité“-Regisseur Sönke Wortmann „Ich probiere gerne mal was Neues“
Deutscher Filmpreis: Acht für die Blumen „Toni Erdmann“ ist bei den Nominierungen zweiter Sieger

Was halten Sie vom TüBus-Flatrate-Vorschlag der Stadtverwaltung?

1098 abgegebene Stimmen
Neue Trailer
Neueste

Kino Suche im Bereich
nach Begriff