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Adorno hatte recht

Gegen Ausbeutung

Die Schülermitverantwortung des Kepler-Gymnasiums lud zur Podiumsdiskussion über Tierversuche. Dazu Anmerkungen (25. April).

29.04.2013

Mit einem hat der Experimentator Hans-Peter Thier Recht: „Es geht bei der Diskussion um mehr: Dürfen wir Tiere überhaupt nutzen?“ Deren Ausbeutung ist auf dem technischen Stand unserer Gesellschaft objektiv unnötig geworden. Dennoch steigern wir sie noch: Die kapitalistische Gesellschaft gleicht einer riesigen Aktiengesellschaft zur Ausbeutung der Natur, die ihren sinnfälligsten Ausdruck im Verhältnis gegenüber Tieren findet. Max Horkheimer und Theodor W. Adorno drücken dies in ihrer Schrift „Dialektik der Aufklärung“ folgendermaßen aus: „Was die Menschen von der Natur lernen wollen, ist, sie anzuwenden, um sie und die Menschen vollends zu beherrschen.“ Die disqualifizierte Natur wird zum Stoff bloßer Einteilung, um sie besser ausbeuten zu können. Andere Tiere treten uns weniger als Individuen, als vielmehr nur noch als Vertreter ihrer Gattung gegenüber – so geht das Versuchstier „verkannt als bloßes Exemplar durch die Passion des Laboratoriums.“ In die zu beherrschende Sphäre des Natürlichen fallen nicht nur Tiere, sondern traditionell auch die Frau und der Fremde: Sexismus, Rassismus und Speziesismus hängen miteinander zusammen und bedürfen einer gemeinsamen Lösung. Aus diesem Grund kämpfen wir gegen jede Ausbeutung, die im Tierexperiment mit ihren grausamsten Ausdruck findet. Setzen Sie am 4. Mai bei der Demonstration gegen Primatenversuche mit uns ein Zeichen gegen eine Praxis, die Teil menschlicher Unfreiheit ist, da sie dazu beiträgt, unser Verhältnis zu den Tieren und jenes der Menschen untereinander zu verstümmeln!

Matthias Rude für die Antispeziesistische Aktion, Tübingen

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29.04.2013, 12:00 Uhr

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