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Tipps und Tricks beim Versorgerwechsel

Gaskosten sparen auch in 2017

28.02.2017
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In den ersten Monaten des Jahres kommt für viele Haushalte der Tag der Wahrheit, an dem die jährliche Abrechnung ihres Gasversorgers ins Haus flattert. Nicht wenige sehen dem Tag mit gewisser Skepsis entgegen, steht doch eine mitunter deftige Nachzahlung an, die so manches Haushaltsbudget an seine Grenzen bringt. Dabei lassen sich vorausschauend das ganze Jahr über Einsparpotentiale erschließen, die steigenden Gaspreisen am Markt wirkungsvoll Paroli bieten können.

Gaskosten sparen auch in 2017
Bild: pixabay©ferarcosn (CC0 1.0)

Preisnachlässe gehen am Verbraucher vorbei

Die Nachfrage deutscher Verbraucher an Erdgas ist gewaltig: Durchschnittlich heizt jeder zweite Haushalt hierzulande mit Gas. Dabei befindet sich die Gaspreis-Politik der Versorger im Widerspruch mit der aktuellen Marktentwicklung. Während die Industrie-Preise für Erdgas in den letzten vier Jahren stetig gesunken sind – laut Angaben der Statistik der Kohlenwirtschaft e.V. von 318 Euro je Tonne Steinkohleeinheit auf 258 Euro in 2015 - ist davon vergleichsweise bislang wenig beim Verbraucher angekommen. Nur minimal ist der Gaspreis nach unten korrigiert worden, sodass Verbraucher weiterhin zu viel bezahlen.

Die Branche sieht sich in Erklärungsnöten und verweist auf Nachfrage beständig auf ihre Zwänge bei der Einhaltung langfristiger Verträge mit den Exportstaaten und höhere Nutzungsentgelte hin. Auch der abnehmende Energiebedarf von Haushalten wird aufgezählt. So wird seit mehreren Jahren weniger Energie für Heizen benötigt, nicht zuletzt dank eines wachsenden Sparbewusstseins der Haushalte, das sich vermehrt in Anstrengungen hinsichtlich energetischen Sanierungsmaßnahmen in und am Wohnraum artikuliert. Viele clevere Sparer haben die Zeichen der Zeit offenbar erkannt.

Mangelnde Wechselbereitschaft hält hohe Preis stabil

Letztlich sorgt der Verbraucher nach Ansicht von Experten selbst dafür, dass die Gaspreise nicht fallen. Einer mangelnden Bereitschaft für einen Anbieterwechsel geschuldet, sind Deutsche zur Freude der Gasanbieter und Stadtwerke traditionelle Wechselmuffel und halten eher ihrem Grundversorger die Treue. Und das auch dann, wenn der Gastarif vergleichsweise teurer als der der Konkurrenz ist. Dabei mag Bequemlichkeit aus Unkenntnis eine mitentscheidende Rolle zu spielen.

Denn: Immer noch kursiert die landläufige, nicht mehr zeitgemäße Ansicht, ein Anbieterwechsel erfordere höheren bürokratischen Aufwand und bringe so einiges an lästigem Papierkram mit sich.

Tatsache ist: Der Aufwand, seinen Gasversorger zu wechseln, hat sich in heutiger Zeit deutlich reduziert. Der Verbraucher ist lediglich dazu aufgerufen,

- die Tarife zu vergleichen

- sich einen neuen Anbieter zu suchen

- einen Wechselantrag zu stellen.

Den Rest erledigt der neue Gasanbieter. Er kündigt den Altvertrag und regelt die Ummeldung. Inzwischen rät selbst das Bundeskartellamt Verbrauchern, den Wechsel selbst in die Hand zu nehmen und dadurch Einfluss und Druck im Wettbewerb unter den knapp 1.000 Gasanbietern in Deutschland auszuüben.

Preise vergleichen und Anbieter wechseln zahlt sich aus

Dabei wird von Verbraucherseite lediglich die Angabe von

- Postleitzahl

- jährlichem Gasverbrauch in Kilowattstunden (letzte Jahresabrechnung)

- Heizleistung in Kilowatt (letzte Jahresabrechnung)

benötigt, wie verivox.de informiert. Anschließend muss ein entsprechendes Online-Formular des ausgewählten Gasversorgers ausgefüllt werden, das von den zahlreichen Gasrechnern im Netz direkt nach dem Gasvergleich zur Verfügung gestellt wird. Fällt die Wahl auf einen neuen Tarif, lässt sich das entsprechende Formular mit geringem Aufwand in kurzer Zeit ausfüllen. Es beinhaltet und erwirkt dabei eine direkte Auftragserteilung zum Gasanbieterwechsel.

Für einen Online-Wechsel werden lediglich Angaben zu

- aktuellem Stand des Gaszählers

- Zählernummer

- Kundennummer beim aktuellen Gasversorger

benötigt.

Der neue Versorger wiederum kümmert sich anschließend um

- Kündigung beim alten Versorger

- weitere Wechselmodalitäten.

Der eigene Durchschnittsverbrauch sollte aus den Rechnungen der letzten drei Jahre berechnet werden, um so Ausreißer nach oben und unten, wie etwa einen besonders harten oder milden Winter, miteinzukalkulieren. Im Netz verfügbare Umrechnungsportale ermöglichen eine problemlose Neu-Kalkulation der Verbräuche in Kubikmetern statt Kilowattstunden, und umgekehrt.

Wer bei Anbieterwechsel einen Pauschalwert angeben möchte, kann für den Jahresverbrauch eines gasbeheizten Einfamilienhauses laut Experten von einem ungefähren Richtwert von 20.000 Kilowattstunden ausgehen, bei einem Single-Haushalt von 5.000 Kilowattstunden pro Jahr.

Gaskosten sparen auch in 2017
Im Vergleich zu den Strompreisen oder auch zum Heizöl haben sich die Preise beim Gas in den letzten Jahren nur sehr wenig entwickelt, Experten gehen von sinkenden Preisen in 2017 aus. Bild: pixabay©Pexels (CC0 1.0)

Einsparpotentiale ausschöpfen

Macht ein Gasanbieterwechsel den Löwenanteil an einzusparenden Kosten aus – so lassen sich insbesondere bei einem Wechsel weg vom örtlichen Grundversorger bis zu einem Drittel der Gesamtkosten einsparen – zeitigen weitere Veränderungen im Konsumverhalten nicht unerhebliche Einspareffekte.

Sie lassen sich etwa erzielen durch

- Wartung der Heizanlage: Eine jährliche Wartung schafft die günstigsten Voraussetzungen für eine dauerhaft effiziente Nutzung der Anlage.

- Entlüftung der Heizkörper: Einfach in der Handhabung und auch vom Laien mit Hilfe von Entlüftungsschlüsseln problemlos durchführbar, helfen regelmäßige Entlüftungsmaßnahmen, das Entweichen von übermäßig viel Gas wirkungsvoll einzudämmen. Dabei sollten Heizkörper nicht etwa durch Möbel zugestellt sein, damit dem Wärmestrom nichts im Weg steht und die Warmluft ungehindert frei zirkulieren kann.

- Warmwasseraufbereitung: Der Verzicht auf allzu häufige, heiße Vollbäder zu Gunsten von Duschgängen hilft nicht nur Wasser, sondern Energiekosten einsparen.

- Durchlüften: Statt das Fenster den Tag über auf Kippe stehen zu lassen, sollte lieber drei- bis fünfmal am Tag bei weit geöffnetem Fenster stoßgelüftet werden.

- Kochen: Gasherde bieten im Gegensatz zu regulären Elektroherden denn wesentlichen Vorteil höherer vorhandener Restwärme nach Abschaltung. Dadurch können die Herdplatten schon kurz vor Ende der eigentlichen Garzeit ausgeschaltet und somit Energie eingespart werden, das Essen kann anschließend dennoch in Ruhe zu Ende gekocht werden.

- Abwesenheit: Vor einer Reise, Ausflug etc. nicht vergesssen, die Heizung vorher zu drosseln: 15 Grad bei einem kurzen Ausflug und 12 Grad bei einem langen Ausflug reichen vollkommen aus.

- Rolläden, Türrollen und Vorhänge: Nicht sparsam mit wärmedämmenden Einrichtungsaccessoires umgehen, sie alle können ihren Beitrag dazu leisten, damit Räume nicht allzu schnell auskühlen.

Konditionen prüfen

Neue Gasversorger sollten bestimmte Kriterien erfüllen, um bei Anbieterwechseln in Betracht zu kommen. So bietet etwa ein Tarif mit einer Mindest-Preisgarantie von einem Jahr zuverlässigen Verbraucherschutz vor Preiserhöhungen während der Laufzeit. Wenn die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ein Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen vorsehen, wertet das allerdings die Vertragsbedingungen nicht unerheblich auf.

Tarife mit einer maximalen Laufzeit von einem Jahr helfen dem Kunden, flexibel zu bleiben, und nach einem Jahr erneut wechseln zu können.

Attraktive Wechselboni können den Wechsel zusätzlich versüßen, allerdings lauern allzu häufig Fallstricke im Detail: Einige Versorger weisen im Kleingedruckten darauf hin, dass der Neukundenbonus nur dann ausgezahlt wird, wenn der Gasanbieter nach dem ersten Jahr nicht gewechselt wird. Daher sind vor einem Wechsel die Wechselkonditionen hinreichend zu überprüfen, um im Nachhinein vor unliebsamen Überraschungen gewappnet zu sein.

Gaskosten sparen auch in 2017
Wer bei seinem Erdgas-Anbieter für 2017 keinen Preisrückgang für Erdgas verzeichnet, sollte den Versorger wechseln. Bild: pixabay©Dieter_G (CC0 1.0)

Um im Falle einer Insolvenz des Gasanbieters auf der sicheren Seite zu sein, sollte der Wunschtarif keine Vorauszahlung, stattdessen monatliche Abschlagszahlungen vorsehen.

Dagegen sind Strompakete – der Einkauf einer vorab vereinbarten Strommenge in Form sogenannter „kWh Pakete“ - nicht sinnvoll. Wer weniger verbrauchen sollte, zahlt dann dennoch die vereinbare Abnahmemenge. Auch besteht dann kein Anreiz mehr, Strom zu sparen, da sich wirtschaftliches Verhalten nicht mehr auszahlt. Darüber hinaus kann ein Mehrverbrauch zusätzlich zur Kostenfalle werden, da bei einem zu hohen Verbrauch überschreitende Arbeitsstunden dann branchenüblich mit einem höheren Tarif verrechnet werden.

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28.02.2017, 15:57 Uhr
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