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Goldener Nackedei glänzt wieder

Für die neue Kunstkammer des Landesmuseums werden zahlreiche Objekte restauriert

In frischem Glanz erstrahlen jetzt mehrere Kleinode aus der Württembergischen Kunstkammer. An der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste wurden sie von unansehnlichen "Altersflecken" befreit.

22.08.2014
  • ELKE HAUPTMANN

Stuttgart Die Objekte sollen in einer neuen Ausstellung ab Mai 2016 zu sehen sein. Der goldene Nackedei glänzt wie neu: Der zu einem Salzgefäß gehörende Putto aus dem 17. Jahrhundert wurde, ebenso wie weitere Preziosen aus dem Landesmuseum, behutsam elektrolytisch gereinigt - im Sicherheitsbereich des Studiengangs Objektrestaurierung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste.

In den dortigen Restaurierungswerkstätten erlernen die Studierenden die Anwendung moderner Restaurierungsmethoden an echten Museumsobjekten. Je nach Semesterzugehörigkeit werden Stücke mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ausgewählt.

Zu tun gibt es reichlich: Ab Mai 2016 wird das Landesmuseum im Alten Schloss in Stuttgart die "neue" Kunstkammer der Herzöge von Württemberg auf 380 Quadratmetern Fläche präsentieren - neben der Sammlung der klassischen Antike (290 Quadratmeter) und den frühkeltischen Fürstengräbern (330 Quadratmeter). Die 2,5 Millionen Euro teuren Umbauarbeiten im ersten Arkadengeschoss laufen auf Hochtouren.

Die herzogliche Kunstkammer gehört mit mehr als 1700 erhaltenen Objekten zu den bedeutendsten historischen Kunstkammern Europas. Erstmals erwähnt wurde sie in der Regierungszeit Herzog Friedrichs I. (1593 bis 1608). Bis heute zählt sie zu den wichtigsten Kernbeständen des Landesmuseums, ist quasi das Herzstück der Ausstellung im Alten Schloss.

Neben kostbarsten kunsthandwerklichen Arbeiten aus seltenen Materialien umfasst die Sammlung Exotika, die aus fernen Ländern nach Europa importiert wurden und eine Fülle an kuriosen Dingen: ausgestopfte Tiere zum Beispiel, magische Gegenstände, Bronzen, Uhren, Miniaturen und Modelle von Arbeitsgeräten.

So manches Stück muss, bevor es ausgestellt wird, auf Vordermann gebracht werden. Die Restauratoren des Landesmuseums und seiner Partnerwerkstätten haben derzeit alle Hände voll zu tun. So haben die Studenten der Akademie im soeben beendeten Sommersemester nicht nur den Putto, sondern auch ein Trinkhorn aus dem 14. Jahrhundert, eine sogenannte "Greifenklaue", und ein "Miniatur-Paradies" mit gläsernen Tieren und Fabelwesen aus dem 18. Jahrhundert aufgearbeitet.

Parallel zu den Restaurierungsarbeiten werden die umfangreichen Bestände der herzoglichen Kunstkammer derzeit wissenschaftlich aufgearbeitet. Mit rund 615 000 Euro unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Erforschung der Kunstkammer. Deren systematische Erschließung bildet die Grundlage der neuen Ausstellung. Vorläufig sind die Objekte darunter auch die neu restaurierten - in einer Interimspräsentation im Museumsfoyer des Alten Schlosses zu sehen.

Für die neue Kunstkammer des Landesmuseums werden zahlreiche Objekte restauriert
Der Putto trägt sonst eine mit Perlmuttplättchen verzierte Schale über seinem Kopf - sie wurde für die Restaurierung entfernt. Foto: Britta Schmutzler, SABK

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22.08.2014, 12:00 Uhr

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