Skispringen

Freunds Olympia-Traum schon geplatzt

Nach langer Verletzungspause reißt im zweiten Training erneut das Kreuzband.

22.07.2017

Von SID

Waldkirchen. Severin Freund verlor auch am neuerlichen Tiefpunkt seiner Laufbahn nicht seinen unerschütterlichen Optimismus. „Ich habe in meiner Karriere schon einige Rückschläge weggesteckt und weiß daher damit umzugehen“, sagte der deutsche Skisprung-Star, nachdem sein Aus für die Olympischen Spiele 2018 besiegelt war. Nach seinem zweiten Kreuzbandriss binnen sieben Monaten verpasst der Niederbayer die komplette neue Saison. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte, zog sich der 29 Jahre alte Freund die Verletzung bei seinem erst zweiten Schanzen-Training nach monatelanger Zwangspause zu. Und wie Ende Januar passierte das Malheur auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf, das damals bereits geflickte Kreuzband im rechten Knie riss nun an der operierten Stelle.

„Ich spürte bei der Landung einen Stich im rechten Knie. In der Folge fühlte sich das Knie instabil an, und ich ließ mich von DSV-Arzt Dr. Florian Porzig untersuchen. Der diagnostizierte mittels einer MRT-Untersuchung einen Riss des vorderen Kreuzbandes“, sagte Freund: „Ich hatte mich bisher sehr gut gefühlt, und die Rehabilitation verlief nach Plan, umso ärgerlicher ist der erneute Rückschlag. Meine olympischen Ambitionen muss ich nun ad acta legen, dafür nehme ich jetzt die Weltmeisterschaften in Seefeld 2019 ins Visier.“

Bei den kommenden Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar 2018) wollte Freund den Coup von Sotschi 2014 wiederholen, als er mit dem Team Olympia-Gold gewonnen hatte. Dieser Traum ist nun geplatzt, ob es eine olympische Rückkehr geben wird, ist fraglich: Bei den folgenden Spielen 2022 in Peking wäre Freund fast 34 Jahre alt.

„Die erneute Verletzung ist sowohl für Severin persönlich als auch für das gesamte Team sehr bitter“, sagte Bundestrainer Werner Schuster: „Sein Fehlen im Olympia-Winter zu kompensieren, wird eine große Herausforderung für uns alle. Wir wünschen Severin jetzt erst einmal eine rasche Genesung.“ sid