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Fremdwort Verteidigung: Walter Tigers verlieren in Gießen nach Offensiv-Spektakel 98:110 (65:62).
Weiter ohne Sieg: Tigers-Trainer Tyron McCoy.
Tübingen geht zuerst die Puste aus

Fremdwort Verteidigung: Walter Tigers verlieren in Gießen nach Offensiv-Spektakel 98:110 (65:62).

Auch im sechsten Anlauf hat es nicht geklappt mit dem ersten Saisonsieg für die Walter Tigers: Die Tübinger Bundesliga-Basketballer haben am Freitag in Gießen verloren. Beim 98:110 (65:62) stellten beide Teams einen neuen Bundesliga-Rekord auf.

20.10.2017
  • Hansjörg Lösel

Note eins für dieses Basketball-Spiel: Die Gießen 46ers und die Walter Tigers verwöhnten die rund 3000 Zuschauer in der Sporthalle Ost am Freitag Abend mit einem Offensiv-Spektakel. Freunde harter Verteidigung kamen zwar nicht auf ihre Kosten, dafür kamen die Statistiker mit dem Punktezählen kaum hinterher. Zur Halbzeit registrierten sie eine Bundesliga-Bestmarke : Beim Stand von 65:62 für Tübingen waren insgesamt 127 Punkte erreicht, mehr als je zuvor beim Seitenwechsel in einem Bundesliga-Spiel. Der bisherige Rekord stand bei 121.

Das Tempo war rasant, die Frage war: Wem geht zuerst die Puste aus. Antwort: Tübingen. Die Tigers mussten im dritten Viertel abreißen lassen, als sie nur noch 14 Zähler markierten.

Im vierten Viertel hielten die Gießener das Team von Tigers-Trainer Tyron McCoy auf Abstand. Bester Werfer war Regisseur Jared Jordan mit 18 Punkten, für Gießen machten Max Landis und Austin Hollins je 21 Zähler. Die Tigers hielten 46ers-Center John Bryant bei 12 Punkten, bekamen aber seine Nebenmänner nie in den Griff.

Spürbar Sicherheit gab den Tigers die Rückkehr von Barry Stewart, der mit einer Verletzung an der Wurfhand drei Partien pausiert hatte. Schon nach knapp zwei Minuten wurde Stewart für Ryan Brooks eingewechselt, der sich zwei frühe Fouls eingehandelt hatte. Stewart gab den Tübingern Sicherheit – und verwandelte in aller Seelenruhe sowohl im ersten als auch im zweiten Viertel jeweils den letzten Angriff des Abschnitts.Dennoch bleibt Tübingen ohne Sieg Schlusslicht.

Die Partie in der altehrwürdigen Sporthalle Ost begann am Freitag mit rund zehn Minuten Verspätung: Die Anzeigetafel, die hinter dem Korb die Angriffszeit angibt, war ausgefallen – eine Ersatzuhr musste her.

Nun warten zwei Heimspiele auf die Walter Tigers: Am Sonntag, 29. Oktober (17.30 Uhr) kommt Bonn, ehe am Samstag (4. November (20.30 Uhr) das Derby gegen Ulm ansteht. Danach geht es nach München zu den Bayern - es droht ein klassischer Fehlstart. „Der Kopf muss oben bleiben“, sagte Tigers-Center Phillipp Heyden bei Telekombasketball.de.

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20.10.2017, 21:02 Uhr
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