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Freispruch der früheren Pforzheimer Kämmerin gefordert
Aktenordner auf dem Tisch. Foto: Uwe Anspach/Archiv dpa/lsw
Mannheim

Freispruch der früheren Pforzheimer Kämmerin gefordert

Im Prozess um Millionenverluste der Stadt Pforzheim haben die Verteidiger der ehemaligen Kämmerin den Freispruch ihrer Mandantin gefordert.

02.11.2017
  • dpa/lsw

Mannheim. Sie habe nicht abschätzen können, dass die von ihr getätigten Geschäfte ein hohes Risiko mit sich bringen würden. Rechtsanwalt Eddo Compart äußerte vor dem Landgericht Mannheim zudem scharfe Kritik an der von der Staatsanwaltschaft geforderten Haftstrafe. Die Frau habe unter dem langen Verfahren - es startete Anfang August - schon jetzt gelitten. «Ist das Gerechtigkeit im Sinne einer humanitären Rechtsprechung?», fragte Compart.

Die Kämmerin ist gemeinsam mit der früheren Pforzheimer Oberbürgermeisterin Christel Augenstein (FDP) wegen Untreue angeklagt. Die klamme Kommune hatte bei Banken auf die unterschiedliche Entwicklung von kurz- und langfristigen Zinsen gewettet. Diese riskanten Finanzgeschäfte hatten dem städtischen Haushalt einen Verlust von rund 58 Millionen Euro beschert. Die Staatsanwaltschaft fordert zweieinhalb Jahre Haft für die Kämmerin - und zwei Jahre und vier Monate Haft für Augenstein. Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki, der die frühere Oberbürgermeisterin in Mannheim vertritt, sollte am Nachmittag sein Plädoyer halten.  

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02.11.2017, 13:59 Uhr | geändert: 02.11.2017, 13:40 Uhr
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