Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Frances Ha

Frances Ha

Indie-Komödie um eine junge Frau, die sich in New York von einem Job zum nächsten hangelt und lustlos die Liebhaber wechselt.

Jetzt im Kino: Sie lässt sich ziellos durchs Leben treiben - "Frances Ha"

Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Jetzt im Kino: Sie lässt sich ziellos durchs Leben treiben - "Frances Ha" --

02:04 min

USA

Regie: Noah Baumbach
Mit: Greta Gerwig, Mickey Sumner, Michael Esper

- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
23.07.2013
  • Dorothee Hermann

Frances (Greta Gerwig) hat einen unschätzbaren Vorzug. Egal, wie finster es für sie aussieht, als sie auch noch die Wohnung verliert: die ein wenig unbeholfene Tänzerin verliert nie die Fassung und bleibt immer in Kontakt mit den Menschen um sie herum. Sogar wenn sie mit einem Drehwurm im Kopf aufs Bett sinkt und sich nichts sehnlicher wünscht als ihre Ruhe, geht sie geduldig auf die Hilfsangebote ihres Mitbewohners ein.

Als Einstieg muss sie die Zurückweisung verkraften, dass ihre beste Freundin Sophie (Mickey Sumner) lieber zu einer blöden Kuh ziehen will, weil die halt in einem attraktiveren Stadtteil New Yorks wohnt. Prompt reiht sich Rückschlag an Rückschlag, nur: Frances läuft einfach immer weiter. Als sie bei einem Abendessen mit lauter arrivierten Yuppies aufgelaufen und zudem völlig pleite ist, bucht sie noch einen Flug nach Paris.

Die französische Nouvelle Vague ist der Ursprung des Retrolooks, für den sich Regisseur Noah Baumbach („Greenberg“) entschieden hat. Nur die allgegenwärtigen Tablets und Smartphones signalisieren, dass die Figuren nicht durch ein nostalgiesattes Gestern taumeln, sondern unter den verschärften Konkurrenz- und Erreichbarkeits-Bedingungen der Gegenwart unterwegs sind. Als Frances einmal durch die verwaschenen Grau- und Schwarztöne einer New Yorker Nacht sprintet, sind nur die typischen US-Polizeisirenen vertraut. Den Gesichtern gibt der Schwarz-Weiß-Look die Intensität von Fotoporträts der sechziger Jahre – statt der austauschbaren Buntheit massenhafter Handyschnappschüsse. Dadurch konzentriert man sich mehr auf die Mimik, zumal die Dingwelt (etwa ein kurz ins Bild gerückter Supermarkt) ohne Farbe überraschend glanzlos wirkt.

Was Kameramann Sam Levy an der Grenze zwischen Grauschattierungen und erstaunlich klarem Schwarz leistet, ist meisterlich. Etwa, wenn sich nach leicht unscharfen Innenaufnahmen plötzlich das scheinbar helle Dunkel der Tanzbühne öffnet. Die wie aus dem Augenblick entwickelten Dialoge dürften ebenso sorgfältig gestaltet worden sein. „Du wirkst viel älter als Sophie, aber weniger erwachsen“, muss Frances sich einmal anhören. Kein Wunder, dass sie irgendwann als persönliches Motto kundtut: „Ich liebe Dinge, die wie Fehler aussehen“.

Zeigt auf charmant unbeholfene Art, dass New York nicht allein den Yuppies gehört.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

23.07.2013, 12:00 Uhr | geändert: 18.09.2013, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
25.08.2013

12:00 Uhr

Joe schrieb:

Dieser Film hat zwar einen besonderen Charme, jedoch gibt es schon einige Durchhänger. Einige witzige Szenen sind schon vorhanden. Die Art des Witzes wiederholt sich leider und lädt dann zum Einschlafen ein. So gut wie über diesen Film immer geschrieben wird, ist er nicht. Es ist ein nur ein ganz normaler durchschnittlicher Kinofilm.



 
Aus der Filmregion
Neueste Artikel
Zuletzt kommentiert
Hm, der Film lässt eher kalt, eine Mischung aus zu gewollt und zu distanziert. Das Zielpublikum sind eher die Brexit-Briten die historisch-verquast von Nolan vermittelt bekommen sollen dass mit einer stiff upper lip und nationaler Einheit eine Schlacht zwar verloren gehen kann, der Krieg aber gewonnen wird. Am Ende sind alle Helden. Rule Britannia, we'll be back.
Bob über Dunkirk
Open Air Kinos in der Region
Sommernachtskino

Großes Kino unterm Sternenhimmel: Hier erfahren Sie, welche Filme diesen Sommer open air zu sehen sind. Und Sie können mitbestimmen, welches der TAGBLATT-Wunschfilm beim Tübinger Sommernachtskino 2017 wird.
Aus der Filmwelt
Neueste Artikel
Zeichentrick-Klassiker hat Geburtstag Bambi, ein Kitz für alle Kids
Zum Tod von Sam Shepard Der Abgang des Alleskönners
Jeann Moreau ist mit 89 Jahren gestorben. Der Glamour der Intelligenz
Hannelore Elsner wird 75 Sie sticht die Jungen locker aus
Neue Trailer
Neueste
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram

Kino Suche im Bereich
nach Begriff

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-0
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934166
wip@tagblatt.de

Zum Kontaktformular