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Zivilklausel

Folter und Mord

Forschung und Lehre dürfen nur friedlichen Zwecken dienen, heißt es in der so genannten Zivilklausel der Universität. Nun sorgt eine geplante Ringvorlesung für Streit (wir berichteten am 20. September).

25.09.2011

Was nicht erwähnt wird: Die Uni Tübingen liefert Komponenten für „µDrones“ (www.ist-microdrones.org), Überwachungsdrohnen für Militär und Polizei – trotz Zivilklausel. Zu deren Entwicklung wurde an Ratten geforscht. Auch die im Artikel genannten Forschungen zu Lärmtraumata wurden am Tiermodell (Meerschweinchen) vollzogen.

Der Bereich der Wehrforschung steht im Allgemeinen unter Geheimhaltung – man weiß also nicht, was noch alles im Auftrag der Bundeswehr passiert. Ende 2008 war bekannt geworden, dass die Bundeswehr seit 2004 Tausende Tierversuche durchführen lässt, um Auswirkungen von biologischen und chemischen Waffen zu erforschen.

Dabei starben bis zu diesem Zeitpunkt mindestens 3300 Tiere, darunter 18 Affen. Abgeschirmt von der Öffentlichkeit geht inmitten unserer sich kultiviert nennenden Gesellschaft, wie es Horkheimer und Adorno ausgedrückt haben, „verkannt als bloßes Exemplar“ Versuchstier nach Versuchstier „durch die Passion des Laboratoriums“. In Tübingen werden nicht nur an gleich drei Instituten ähnliche Versuche mit Affen durchgeführt, wie sie bereits in München, Berlin und Bremen nicht mehr erlaubt wurden; die „Datenbank Tierversuche“ findet unter der Stichwortsuche „Tübingen“ 189 Publikationen über Studien, zu deren Durchführung an Tieren experimentiert wurde.

Was hinter den verschlossenen Türen Tübinger Institute geschieht, würde, geschähe es beim Menschen, Folter und Mord genannt werden; und ganz offen werden Personen, die (…) für Folter und Mord in weltweitem Maßstab verantwortlich sind, von der Universität Tübingen hofiert. Wir fordern: Kriegstreiber und Tierquäler raus aus den Unis!

Matthias Rude für die Anti-speziesistische Aktion Tübingen, Tübingen

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25.09.2011, 12:00 Uhr
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