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Start in die Olympischen Spiele

Flagge zeigen - aber richtig

Nordkorea ist - zum eigenen Unmut - unter falscher Flagge in die Olympischen Spiele gestartet.

27.07.2012
  • von HENDRIK BEBBER

Beide Fahnen enthalten zwar die traditionellen koreanischen Farben Rot, Weiß und Blau, aber damit hört eigentlich die Gemeinsamkeit auf. Die nordkoreanischen Fußballerinnen sahen nur rot, als auf den Anzeigetafeln hinter ihren Namen nicht der kommunistische Stern ihrer Landesflagge aufleuchtete, sondern das Yin-und-Yang-Symbol ihres verhassten Nachbarn Südkorea. Die kickenden Schwestern des großen Bruders Kim Jong Um schmollten über eine Stunde, bis das Spiel gegen Kolumbien in Glasgow nach einer betretenen Entschuldigung der britischen Organisatoren endlich angepfiffen werden konnte.

Es ist nicht der erste Fahnen-Knatsch, der noch vor der heutigen Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele (ab 21.30 Uhr/ZDF) für Ärger sorgt. In der Londoner Regent Street, wo die Banner aller teilnehmenden Mannschaften flattern, wurde die offizielle Flagge der Republik China schnell wieder abgehängt und trotz der Proteste Taiwans durch die behelfsmäßige Sportflagge ersetzt, unter der die Athleten der von Peking beanspruchten Insel auch ins Londoner Olympia Stadium ziehen werden.

Die Athleten von den niederländischen Antillen und dem Südsudan rangieren in der alphabetisch geordneten Länderliste der Eröffnungsparade ganz am Schluss als "unabhängige Teilnehmer" und marschieren unter der olympischen Flagge. Letztes Jahr hatte das Internationale Olympische Komitee die Mitgliedschaft der niederländischen Antillen beendet weil Den Haag 2010 seine Oberhoheit über die einstigen Kolonien in der Karibik völlig aufgab. Athleten, die sich schon für die Olympischen Spiele in London qualifiziert hatten, marschieren teilweise unter der niederländischen oder unter der olympischen Flagge ein. Ihre "Mannschaftskameraden" kommen aus der neuen Republik Südsudan, die noch kein eigenes olympisches Komitee hat.

Bei 205 möglichen Flaggen für die Siegerehrungen ist bei den Londoner Zeremonienmeistern höchste Konzentration gefordert. Schließlich flatterte bei den Jubiläumsfeierlichkeiten für die Queen selbst der eigene "Union Jack" häufig "kopfüber".

Die zypriotische Fahne mit seinen Olivenzweigen kommt dem olympischen Ideal wohl am nächsten während die Fahne von Mosambik mit dem Emblem eines Sturmgewehrs eigentlich nicht so richtig dazu passt.

Flagge zeigen - aber richtig

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27.07.2012, 12:00 Uhr

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