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Heidelberg

Filmfestival Mannheim-Heidelberg gestartet

Mit dem französischen Drama «Life Beyond Me» von Regisseur Olivier Peyon hat am Donnerstag das 66. Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg begonnen.

10.11.2017
  • dpa

Heidelberg. An der Eröffnung auf dem Areal der ehemaligen US-Kaserne Campbell Barracks in Heidelberg nahmen am Abend zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Kultur teil, wie eine Festivalsprecherin sagte. Bis zum 19. November laufen in den beiden Nachbarstädten an Rhein und Neckar insgesamt 58 Streifen.

21 Filme kämpfen im Wettbewerb um die Festivalpreise. Die Ehrung «Master of Cinema Award» des größten Filmfestivals in Baden-Württemberg erhält in diesem Jahr in Mannheim der ungarische Regisseur István Szabó («Mephisto»). Die Veranstaltung zieht nach Angaben der Organisatoren jährlich etwa 60 000 Besucher an.

«Life Beyond Me» erzählt von der Heimatsuche eines achtjährigen Jungen zwischen zerstrittenen leiblichen Eltern. «Dieser Film von zwei Müttern, einem souveränen Ratgeber und einem klugen Kind, in dessen Lächeln sich am Ende ein ganz eigener Lebensweg abzuzeichnen beginnt, ist ein Meisterwerk der Menschlichkeit», sagte Festivaldirektor Michael Kötz. In Heidelberg erlebte «Life Beyond Me», uraufgeführt im Mai in Cannes, seine Deutschlandpremiere.

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10.11.2017, 14:16 Uhr | geändert: 09.11.2017, 20:20 Uhr

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… „ES“ ist ein Kinderfilm für Erwachsene, denn die Helden sind allesamt angehende Teens. Es sind Pubertierende mit all ihren Nöten aus körperlichen Defiziten, großkotzigen Bullies, die die Stadt zu „ihrer“ Stadt erklären, übergriffigen Eltern und vor allem mit einem uralten Schrecken, der der Stadt schon bei der Gründung eingeschrieben wurde: Pennywise. Das alles kommt so fein austariert und bis ins letzte Detail stimmig umgesetzt daher, dass die Kinder dem empfindsamen Zuschauer recht bald ans Herz wachsen, Kinder einer Zeit und Kultur, in der der Horror für Stephen King noch aus dem Kleinstädtischen erwuchs. „ES“ spart nicht an einigen krassen Effekten, ist aber in seinen besten Momenten (und die sind beileibe nicht rar) dort am stärksten, wo es um das scheinbar Nebensächliche und Beiläufige geht: Wenn der Vater von Beverly seiner Tochter etwas zu lange über das Haar streicht, wenn der dicke Ben in der Bibliothek recherchiert und im Hintergrund die Bibliothekarin nicht weicht, wenn Stanley in der Synagoge ein Bild betrachtet und es irgendwann zurückschaut ….. das sind nur ein paar der vielen Szenen, bei denen es / „ES“ dich beklemmend schaudern macht. Chapeau.
Peter Dorn über Es
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