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Begrüßung mit Hofballett

Feuerwehr trifft sich zur 41. Jahreshauptversammlung

Eine Jahreshauptversammlung kann eine trockene Sache sein. Nicht jedoch, wenn es eine von der Feuerwehr ist und sie, wie bei den Kameraden in Ammerbuch, mit der Übergabe eines Einsatzwagens zusammenfällt.

04.03.2013
  • Michael Sturm

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Entringen. In einen ELW 1, einen Mannschaftstransporter mit Zusatzausrüstung, passen acht Feuerwehrleute. „Zu einer guten Ausbildung gehört eine gute Ausstattung“, sagte der Ammerbucher Bürgermeister Friedrich von Ow, als er am Samstag der Ammerbucher Wehr ihren neuen ELW 1 offiziell übergab.

Damit, so von Ow, könnten die Ammerbucher Floriansjünger ihre Einsätze noch besser koordinieren und gestalten. Mit dem Hinweis, man habe zuletzt einige Wünsche der Feuerwehr auf der Agenda gehabt, dankte der Bürgermeister dem Gemeinderat, aber auch dem Kreis, der Zuschüsse für das rund 80 000 Euro teure Fahrzeug locker gemacht hatte. Weiterhin wünschte der Schultes den Kameraden jederzeit „unfallfreies Nachhausekommen“ von den Einsätzen.

Gemessen an der Gesamtzahl der Einwohner hat Ammerbuch eine gut besetzte Wehr: Zum Jahreswechsel zählte Kommandant Horst Hiller 141 Aktive, 34 Jugendfeuerwehrleute, darunter vier Mädchen, und 33 Musiker im Spielmannszug. Neben diesen begrüßte er die geladenen Gäste, darunter das DRK Ammerbuch und Vertreter des örtlichen Polizei-Postens sowie Ehrenkommandant Harald Kirchberg.

Um allen eine angenehme Jahresversammlung zu bieten, hatten sich Hiller und sein Team etwas Besonderes ausgedacht: Zu Beginn – gleich nach dem Essen – bot die Tanzgarde der Narrenzunft Entringen ein Programm für die Augen der zumeist männlichen Anwesenden. Auf die sexy-knappen Uniformen der Tänzerinnen anspielend, flunkerte Hiller: „So wird bei uns dieses Jahr die Übung ’Fit for Firefighting‘ aussehen.“

Kreisbrandmeister Karl Hermann erklärte trocken-humorig, auch er freue sich, „dass man mit Hofballett begrüßt wird“. Danach wurde er ernst. Im Jahr 2012 seien die Feuerwehren kreisweit zu 1446 Einsätzen ausgerückt. Die Zahl sei niedriger als in den Jahren zuvor, weil es weniger Unwetter gegeben habe. Allerdings sei die Zahl der Fehlalarme auf 238 gestiegen: „Für die Feuerwehr-Systematik ist das nicht gut“, sagte Hermann. „Immer, wenn es piept, müssen Sie von der Arbeit weg oder aus dem Bett raus.“ Dadurch drohe, dass man gleiche Verhältnisse wie in der Großstadt bekomme. Im Hinblick auf kommende geburtenschwache Jahrgänge warb er dafür, das Austrittsalter aus der Wehr hinauszuzögern: „Wir müssen die Fahrzeuge besetzt rausfahren“, betonte Hermann.

Die Kameraden aus Ammerbuch mussten im vergangenen Jahr 49 Mal ausrücken, sechs Mal öfter, als im Vorjahr, bilanzierte Kommandant Horst Hiller. Erstmals seit langem verletzte sich ein Ammerbucher Feuerwehrmann während eines Einsatzes. Zwei Einsätze blieben länger im Gedächtnis: Zunächst brannte es im Februar 2012 im alten Entringer Schulhaus, wo viele Glutnester zu bekämpfen waren. Im April kam es – ebenfalls in Entringen – zu einem Großbrand, dem eine Scheune zum Opfer fiel. Doch es gelang den Floriansjüngern, zwei darin untergebrachte Pferde zu retten und das Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude zu verhindern.

Der große, positive Höhepunkt im Jahr 2012 war die 150-Jahr-Feier der Entringer Abteilung. An drei Tagen gab es Programm, von der Schauübung, über die Schaumparty bis hin zum Kabarett. Darauf verwies auch Bürgermeister von Ow, als er dem Entringer Abteilungskommandanten Gustav Karmann in seinem Grußwort ein Lob für die Organisation zukommen ließ. Nach erfrischen knappen Mitteilungen zur Kassenlage ging es recht schlagartig zum gemütlichen Teil über: Die Uniformjacken wurden aufgeknöpft und die Krawatten gelockert.

Feuerwehr trifft sich zur 41. Jahreshauptversammlung
Offizielle Übergabe: Der Ammerbucher Feuerwehr-Kommandant Horst Hiller und sein Entringer Stellvertreter Gustav Karmann (von links) freuen sich hier eher innerlich, als Ammerbuchs Bürgermeister Friedrich von Ow (rechts) ihnen und den Kameraden den neuen Mannschaftswagen übergibt. Bild: Faden

Kreisbrandmeister Karl Hermann ehrte verdiente Ammerbucher Kameraden und sprach anderen die Beförderung aus. Als einer von kreisweit 25 Feuerwehrleuten wurde Gustav Kamer für 40 Jahre im Dienst am Nächsten ausgezeichnet. Auf 25 Jahre bei der Ammerbucher Feuerwehr schauen Herbert Gauß, Jörg Arnold, Robert Gimmel, Thomas Friedrich und Wolfgang Binder zurück. Nach bestandenen Prüfungen wurden Stefan Hechler zum Löschmeister und Bernd Thurow zum Brandmeister befördert. Nach der geforderten Mindestdienstzeit sind Bernd Arnold, Reiner Grieb und Andreas Ebner nun Hauptlöschmeister.

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04.03.2013, 12:00 Uhr
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