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Feueralarm in HzL-Zug
Nach dem Brand im Motor eines HzL-Triebwagens untersucht die Feuerwehr Bodelshausen die Brandstelle. Ihre Diagnose: Ein überhitzter Turbolader hat zu brennendem Öl im Abgassystem geführt. Die Hohenzollerische Landesbahn lässt den Fall gerade untersuchen. Bild: Franke
Notstopp

Feueralarm in HzL-Zug

An einem Triebwagen der Hohenzollerischen Landesbahn gerieten Öl und Dämmmaterial in Brand. Verletzt wurde niemand.

11.01.2017
  • Gabi Schweizer

Als „Routineeinsatz“ umschreibt Bodelshausens Feuerwehrkommandant Marco Steeb einen Zugbrand, der manchen Fahrgast dennoch ordentlich erschreckt haben dürfte: Am Dienstagnachmittag wurde die Wehr an den Bahnhof gerufen, um einen Schwelbrand an einem Triebwagen der Hohenzollerischen Landesbahn zu löschen. Ursache dafür war laut Feuerwehr ein überhitzter und geplatzter Turbolader am hintersten Wagen. Kommandant Marco Steeb vermutet, dass Öl auslief und sich an heißem Material entzündete. Offenbar kam schon in Belsen eine Flamme aus dem Auspuff am Dach.

Um nicht auf freier – und schwer zugänglicher – Strecke halten zu müssen, fuhr der Lokführer bis zum Bodelshäuser Bahnhof weiter, forderte dort die Passagiere zum Aussteigen auf und koppelte den Wagen ab. „Stand jetzt hat er alles richtig gemacht“, sagt dazu Marco Steeb. Ob und inwiefern Gefahr für Fahrgäste bestand, konnten gestern weder er noch die Polizei oder eine HzL-Sprecherin abschätzen.

Die zuständige Bundespolizeiinspektion spricht von „Rauchentwicklung aufgrund eines technischen Defekts“. Steeb war selbst nicht vor Ort, weiß aber von seinen Kollegen, dass diese den Brand („es waren Flammen sichtbar, aber nicht arg groß“) schnell unter Kontrolle hatten. Sie hatten auf Leitern stehend und mit Atemschutzgeräten ausgestattet löschen müssen. 18 Feuerwehrleute waren mit drei Fahrzeugen vor Ort, ebenso die Polizei. Diese sperrte die Zugstrecke Mössingen-Hechingen von 16 bis kurz vor 17 Uhr. Nur an den beiden Stadtbahnhöfen gibt es zwei Gleise, unterwegs kommen Züge nicht aneinander vorbei.

Die Hohenzollerische Landesbahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein – dennoch wurde der Fahrplan gehörig durcheinandergewirbelt. „Die Züge danach hatten Folgeverspätungen von zehn bis 15 Minuten“, berichtet eine HzL-Sprecherin. Je weiter der Abend fortschritt, umso geringer seien die Verspätungen gewesen.

Der defekte Wagen wurde zunächst nach Hechingen abgeschleppt. „Wir wissen nicht, was die Ursache ist“, heißt es bei der HzL. „Das Fahrzeug wird derzeit untersucht.“

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11.01.2017, 17:00 Uhr
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