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Erster Härtetest im finalen Kampf um die WM-Tickets
Für Deutschland am Ball (v. l. n. r.): Joshua Kimmich hat das WM-Ticket bereits sicher, Timo Werner ebenfalls, wenn er konstant bleibt, Antonio Rüdiger ist eine Option für die Abwehr, Kerem Demirbay gilt als Perspektivspieler für die Zeit nach der WM.⇥Fotos: Avanti, afp, Witters, dpa
Fußball-Nationalmannschaft

Erster Härtetest im finalen Kampf um die WM-Tickets

Für die deutschen Spieler, die beim Confed Cup im Einsatz sind, geht es vorrangig darum, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

19.06.2017
  • ARMIN GRASMUCK

Sotschi. Achterbahn oder Riesenrad? Nein, danke! Antonio Rüdiger hat keine Lust, sich auf dem Vergnügungspark, nur einen knappen Kilometer vom Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Sotschi, zu amüsieren. „Ich bleibe lieber im Hotel und spiele mit der Playstation“, sagte Rüdiger und grinste. Der Abwehrspieler gab sich vor dem ersten Auftritt beim Confed Cup, heute (17 Uhr, ZDF) gegen Australien, locker. „Dreier- oder Viererkette, das ist kein Problem“, so erklärte Rüdiger die möglichen Varianten in der Defensive: „Ich bin es aus dem Verein gewohnt, die Systeme zu wechseln.“

Für den Innenverteidiger des AS Rom geht es in den nächsten Tagen und Wochen wie für die meisten Profis im Kader der deutschen Auswahl darum, in eigener Sache zu punkten. Bundestrainer Joachim Löw hat zuletzt mehrfach betont, dass er spätestens bis zum Herbst die 23 Akteure festlegen möchte, mit denen er im nächsten Jahr zur Weltmeisterschaft fährt. Den Confed Cup, für den er hauptsächlich Spieler aus der zweiten Reihe nominierte, betrachtet er als idealen Härtetest.

Neueinsteiger und Routiniers

In den direkten Duellen mit den Meistern aller Kontinente, die mit allen Stars angereist sind, müssen sich die deutschen Talente und auch Spätstarter wie die Angreifer Lars Stindl und Sandro Wagner bewähren. Für die Spieler, die noch neu in der deutschen Mannschaft sind, geht es darum, die eigenen Stärken und noch mehr den besonderen Wert für die Mannschaft zu unterstreichen. Erfahrene wie Julian Draxler, der Kapitän auf Zeit, müssen sich als Anführer beweisen. Die Rollen sind also klar verteilt.

Draxler, der brillante Techniker im Mittelfeld, hat das WM-Ticket genauso sicher wie die Außenverteidiger Jonas Hector und Joshua Kimmich, der als Jungstar des FC Bayern hohes Ansehen genießt. Auch Verteidiger Shkodran Mustafi, wie Draxler einer der Weltmeister von 2014, gilt als gesetzt. Löw schätzt ihn auch abseits des Platzes als aufrechten und verlässlichen Charakter.

Beste Aussichten, bei der WM in Russland dabei zu sein, haben auch Torwart Marc-André ter Stegen, der sich in dem Weltklub FC Barcelona den Stammplatz erkämpfte, Spitzentalent Leon Goretzka und der Kollege im Mittelfeld, Emre Can, sowie Timo Werner, der Senkrechtstarter im Angriff. Der in Stuttgart geborene Torjäger von RB Leipzig, pfeilschnell und sehr beweglich, gilt als perfekter Partner für die wuchtigen Stoßstürmer wie Mario Gomez oder Sandro Wagner. „Wir wissen alle nicht, wie fit wir alle sind nach einer langen und harten Saison“, sagte Werner. „Jetzt kommt gleich ein ekliges Spiel, denn Australien wird versuchen, uns mit großer Physis und Härte zu bekämpfen.“

Ernsthafte Herausforderer für die etablierten Kräfte sind die beiden Innenverteidiger Rüdiger und Niklas Süle, der Mittelfeldspieler Sebastian Rudy und Wagner, der in seinen ersten Wochen im deutschen Elitekader einen starken Eindruck hinterlassen hat. Im Confed Cup bietet sich dem Mittelstürmer nun die Chance, auf höchstem Niveau nachzulegen. Auch Stindl, der Angreifer aus Gladbach, steht als mannschaftsdienlicher und effektiver Routinier hoch im Kurs.

Akteure mit Zukunft

Den deutlichen Trend nach oben benötigen die Torhüter Bernd Leno, er spielt gegen Australien von Beginn an, und Kevin Trapp, die Angreifer Julian Brandt und Amin Younes sowie sogar Matthias Ginter, der Weltmeister, um ihre Ansprüche auf einen Platz im WM-Kader des Jahres 2018 unterstreichen zu können. Die Verteidiger Benjamin Henrichs und Marvin Plattenhardt wie der spielstarke Antreiber Kerem Demirbay haben beim Confed Cup die Möglichkeit, sich als Akteure der Zukunft für die Zeit nach der WM zu empfehlen.

„Wir sind nicht mit der besten Mannschaft da, das kann aber unser Vorteil werden“, sagte Rüdiger. „Einige werden uns unterschätzen.“ Inwieweit der Konkurrenzkampf in den eigenen Reihen das Spiel befeuern kann, wird bereits im Duell mit den Australiern deutlich zu erkennen sein.

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19.06.2017, 06:00 Uhr
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