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Er will doch nur spielen
Ribéry (r.) pfefferte sein Trikot auf die Ersatzbank. Foto: afp
FC Bayern

Er will doch nur spielen

Franck Ribérys Frust belegt die atmosphärischen Störungen bei den Münchnern.

14.09.2017
  • GEROLD KNEHR

München. Vierunddreißigeinhalb Jahre alt ist Franck Ribéry mittlerweile – für einen Profi auf einer laufintensiven Position gilt das als ein durchaus gesetztes Fußball-Alter. Vom Kopf her ist der Franzose in Diensten des FC Bayern München aber noch immer ein Kind, das am liebsten immer nur eines will: spielen, spielen, spielen.

Ist Ribéry guter Laune, kann es wie beim 5:4 zu Saisonbeginn im Supercup gegen Borussia Dortmund vorkommen, dass er Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus aus lauter Jux und Dollerei die Schnürsenkel aufbindet. Läuft aber etwas nicht nach der Vorstellung des dienstältesten Bayern-Profis, muss sein Gegenspieler schon mal mit einer Ohrfeige rechnen – als hätte er ihm das Sandkastenförmchen geklaut.

Beim 3:0 zum Auftakt der neuen Champions-League-Saison leistete sich Ribéry gleich zwei Ausraster. Nach der Rotbremse an Robert Lewandowski griff er bei seiner Forderung nach Rot für den Belgier Sven Kums Schiedsrichter Paolo Tagliavento ins Gesicht. Und als er beim Stand von 2:0 in der 77. Minute schonungshalber gegen Thomas Müller ausgewechselt wurde, pfefferte er sein Trikot wutentbrannt auf die Ersatzbank. „Das darf nicht passieren beim FC Bayern München. Das ist nicht okay“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic, nachdem er Ribéry vergeblich zu beruhigen versucht hatte.

„Ich verstehe seine Reaktion nicht. Ich werde ihn fragen, warum er so reagiert hat“, erwartet Trainer Carlo Ancelotti eine Erklärung von Ribéry. Der erneute Aussetzer des Franzosen sagt auch einiges über die atmosphärischen Störungen in der Mannschaft aus, die trotz des letztlich klaren 3:0-Sieges nach Toren von Robert Lewandowski (12.), Thiago (65.) und Joshua Kimmich (90.) gegen die 79 Minuten in Unterzahl spielenden Belgier deutlich wurden. „Bei allem Respekt: Nach der Roten Karte musst du die aus der Arena schießen. Wir spielen vor eigenem Publikum, da musst du Bock haben. Wir aber haben ohne Tempo und Rhythmus gespielt Da muss man Leidenschaft zeigen und geil sein, Tore zu schießen“, nahm Arjen Robben kein Blatt vor den Mund.

Andere zogen es vor, die Arena schweigend zu verlassen. Ribéry etwa. Aber auch Müller, der sich sichtbar lustlos auf seine Einwechslung vorbereitet hatte. Oder Lewandowski, der zuletzt in einem Interview die Vereinspolitik gerügt und gegen Anderlecht in einer Szene den frei vor dem Tor stehenden Robben ignoriert hatte. „Wir müssen auf dem Platz reden, mit den Füßen“, so Robben mit Blick auf den Polen. Gerold Knehr

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14.09.2017, 06:00 Uhr
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