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Eine ganz ruhige Kugel

Eine ganz ruhige Kugel

Komödie mit Gérard Depardieu als Ex-Champion, der gegen viele Widerstände einen jungen Muslim zur Boule-WM bringen will.

Jetzt im Kino: Gérard Depardieu für Algerien bei der Boule-WM - "Eine ganz ruhige Kugel"

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Jetzt im Kino: Gérard Depardieu für Algerien bei der Boule-WM - "Eine ganz ruhige Kugel" --

01:49 min

Les invincibles
Frankreich

Regie: Frédéric Berthe
Mit: Gérard Depardieu, Atmen Kelif, Virginie Efira

- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

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30.06.2014
  • von Klaus-Peter Eichele

Bei der Fußball-WM kam Frankreich um das pikante Duell gegen Algerien knapp herum. Dafür gibt es das Match jetzt auf der Kinoleinwand – allerdings im Boule. Doch der Reihe nach: Jacky (Gérard Depardieu) war einmal ein Crack an den Kugeln; jetzt schlägt er sich mit Wettbetrügereien auf den Bouleplätzen der Grande Nation durchs Leben. Der Trick: Sein junger Komplize Momo (Atmen Kelif) ist arabischer Herkunft und wird beim französischsten aller Zeitvertreibe deshalb nicht für voll genommen.

Nachdem sich die Masche totgelaufen hat, gibt es einen neuen Plan. Jacky will seinen talentierten Schützling in die Nationalmannschaft bringen. Tatsächlich gedeiht Momo nach hartem Training zum Lionel Messi des Boulesports – als Araber ist er Funktionären und Mitspielern jedoch ein Dorn im Auge, er wird gemobbt und ausgegrenzt. Um doch noch zur WM zu kommen, bleibt nur ein Ausweg: der nationale Seitenwechsel.

Ähnlich wie der Erfolgsfilm „Fasten auf italienisch“ nimmt „Les invincibles“ (Originaltitel) im Gewand einer Komödie den Rassismus in Frankreich ins Visier. Dabei gelingt es gar nicht schlecht, dessen unterschiedliche Formen – von den hinterlistigen Attacken der Front-National-Klientel bis zur freundlich getarnten Herablassung der besseren Kreise – bloßzustellen.

Dafür versagt der Film (Regie: Frédéric Berthe) auf allen anderen Ebenen: Der Witz bleibt durchweg flau, die Handlung kommt schwerfällig in die Gänge, und auch die Schauspieler bleiben blass: Depardieu schrubbt lustlos seine Standardrolle als Raubein mit Mimosenseele herunter, aber auch der gelernte Standup-Komiker Kelif agiert an der Grenze zum Phlegma. Und die finalen Wettkampfszenen sind von einer Dynamik und Spannung wie ein WM-Vorrundenspiel zwischen Honduras und Iran.

In dieser Sportkomödie schiebt vor allem der Witz eine ganz ruhige Kugel.

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30.06.2014, 12:00 Uhr | geändert: 23.07.2014, 12:00 Uhr

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