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Ein mutiger Weg

Mit solchen kraftlosen Opfer-Erzählungen kommt man gegen die Islamisten nicht an.

Mit solchen kraftlosen Opfer-Erzählungen kommt man gegen die Islamisten nicht an.

A MIGHTY HEART
USA

Regie: Michael Winterbottom
Mit: Angelina Jolie, Dan Futterman, Archie Panjabi, Irrfan Khan

- ab 12 Jahren

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24.11.2015
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Inhalt: Nächste Woche startet in handverlesenen Kinos Romuald Karmakars Film „Hamburger Lektionen“. Darin rezitiert der Schauspieler Manfred Zapatka Wort für Wort die Unterweisungen, die ein marokkanischer Prediger im Januar 2000 in einer Hamburger Moschee seinen Jüngern, darunter wohl auch Mohammed Atta, gegeben hat. Wer wissen will, was in den Köpfen militanter Islamisten herumspukt, wird kaum eine bessere Quelle finden.

Zwei Jahre nach diesen gruseligen „Lektionen“ – die New Yorker Türme lagen in Trümmern und die USA hatten in Afghanistan zurückgeschlagen – wurde in Karatschi, Pakistan, der amerikanische Journalist Daniel Pearl von einer Islamistengruppe entführt. Eine Woche später enthaupteten die Kidnapper ihr Opfer vor laufender Videokamera. Die im Internet verbreiteten Bilder erschütterten die westliche Welt.

Der Film mit dem schrägen deutschen Titel (seit wann haben Wege Mut?) ist eine dramatisierte Rekapitulation der Ereignisse zwischen Pearls Entführung und Ermordung aus der Sicht seiner schwangeren Ehefrau, die später ein Buch über diese Zeit geschrieben hat. Sie wollte damit ihrem Kind ein Bild von seinem toten Vater geben. Dagegen wusste Regisseur Michael Winterbottom, der sich darauf bezieht, offenbar nicht so recht, was er mit diesem Stoff anfangen soll.

Pearl selbst kommt im Film fast gar nicht vor. Seine Ehefrau hat, so tapfer sie auch um das Leben ihres Mannes kämpft, für eine tragende Filmfigur einfach nicht genug Konturen – was von der blassen Darstellung Angelina Jolies noch unterstrichen wird. Thriller-Spannung mag wegen des vorgezeichneten schrecklichen Ende auch nicht aufkommen. Politisch kratzt der sonst so engagierte Winterbottom („Welcome To Sarajevo“, „Road To Guantanamo“) nur an der Oberfläche: weder über die Motive der Islamisten noch über die Interessen der übrigen Akteure zwischen Islamabad und Washington erfährt man viel. Und trotz des reportagehaften Stils und des Drehs an Originalschauplätzen bleibt die Megacity Karatschi merkwürdig verschwommen.

Der einzige, der das Zeug zum „Helden“ hätte, ist der pakistanische Ermittler (Telal Saeed), der gegen die Verschwörungstheorie seiner Regierung (die Inder sind schuld!) den Entführern mit robusten Methoden auf die Pelle rückt, wenn auch zu spät. Doch weil nun mal Angelina Jolie der Star ist, bleibt er nur eine Randfigur.

Weit entfernt von dessen polemischen Furor, ist Winterbottoms Gegenstück zur „Road To Guantanamo“ eine so matte wie flache Nacherzählung einer der brutalsten Episoden im Krieg der Islamisten. Wer tiefer blicken will, sollte sich die „Hamburger Lektionen“ zu Gemüte führen. Vielleicht erbarmt sich ja ein Tübinger Kino.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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I like that comment "Denzel Washington redet einfach zu viel"! Das bringt das Problem mit diesem Schauspieler auf einen Punkt. Die Filme, die er macht, hören sich spannend an, sind aber stinklangweilig und viel zu lang und außerdem redet der Denzel die ganze Zeit. Ich habe den Film gesehen mit dem Zug, der sich selbstständig macht (gähnend langweilig), mit dem Piloten, der alkoholisiert fliegt (nach dem Film haben wir uns dumm angeschaut und uns gefragt, wer die blöde Idee hatte, in diesen Film zu gehen). Diesen Film werde ich mir NICHT anschauen, der wirkt schon so holzschnitzartig, dass mir der Trailer reicht. Außerdem finde ich blöd, dass Denzel Washington als privelegierter Mensch das Rassissmusproblem immer unter den Teppich kehrt, nach dem Motto: Leute werden immer und überall benachteiligt, da braucht sich keiner so anzustellen..
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